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Wacholderbeeren
Der Wacholderstrauch gedeiht in ganz Europa und gehört zur Familie der Zypressen und schon seit Urzeiten spielt er nicht nur in der Heilkunst, sondern auch als Kultpflanze eine wichtige Rolle. So wurden seine Zweige zu Ehren der Götter als Schutz gegen Hexen verbrannt.
Man schluckt die harzig und leicht bitter-süß schmeckenden Beeren bis zum heutigen Tag gegen die verschiedensten Krankheiten; so z.B. bei Magen- und Darmstörungen, bei Herz- und Leberleiden und zur Entwässerung. In der äußerlichen Anwendung kennt man Wacholderöl und nutzt es gegen Gelenkerkrankungen und Flechten.
Somit kann es kaum verwundern, dass man die gesunden Beeren auch in der heimischen Küche dazu nutzt, um Speisen bekömmlicher zu machen und sie passen, bei entsprechender Dosierung, an Wild-, sowie an Wildgeflügelgerichte, zu Sauerbraten, zu Schweine- und zu Hammelfleisch, im Fischsud, in Fleischbrühe und in Marinaden, zu Sauerkraut, Rotkohl, Steckrüben und zu Rote Bete.
Rein botanisch betrachtet ist die Bezeichnung "Beere" eigentlich falsch, denn es handelt sich bei den Früchten des Wacholderstrauchs um beerenartig ausgebildete Zapfen eines Nadelgehölzes.
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