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Pfeffer
Der Pfeffer, ob nun in weißer oder schwarzer Form, wird sicher Niemand aus der Küche wegdenken können und sein in Indien beheimateter und bis zu 15 Meter in die Höhe rankender Pfefferstrauch liefert dieses wohl weltweit am meisten gebrauchte Gewürz. "Pipali", wie man den Pfeffer auch noch nennt wurde bereits viele Jahrtausende vor Christi Geburt angewandt - als Gewürz ebenso, wie auch als Heilmittel und schon im 4. Jahrhundert vor Christus brachten ihn die Heerscharen Alexander des Großen von ihren Eroberungszügen mit nach Europa. Der Ausdruck von den "gepfefferten Preisen" stammt übrigens aus dem Mittelalter, denn damals galt der recht teure Pfeffer als Statussymbol der Reichen und Mächtigen, denn nur sie konnten sich ihn leisten. Zeitweise diente er unter den Kaufleuten dieser Zeit als reguläres Zahlungsmittel.
Ob nun schwarzer, weißer, oder auch grüner Pfeffer - er kommt stets vom gleichen Strauch, wobei lediglich der Erntezeitpunkt variiert. So sind die grünen Beeren noch unreif und man legt sie in eine Salz- oder Essiglake ein, bevor man sie unter der Bezeichnung "grüner Pfeffer" in den Handel bringt. Werden die Beeren getrocknet, so entsteht jener schwarzbraune und runzelige "schwarze Pfeffer". Um "weißen Pfeffer" zu gewinnen, lässt man die johannisbeerartigen Beeren rot ausreifen, bevor man die überreife Fruchtschale durch mehrmaliges Waschen und Lufttrocknen entfernt. Aus diesem Grund sind weiße Pfefferkörner auch wesentlich kleiner und glatter, als ihre andersfarbigen Artgenossen.
Man kann weißen, sowie auch schwarzen Pfeffer entweder geschrotet, ganz oder gemahlen und den grünen Pfeffer wie bereits erwähnt eingelegt, sprich in Dosen oder Gläsern konserviert erhalten. Das Aroma des grünen Pfeffers ist recht intensiv, während weißer Pfeffer würzig-mild und schwarzer Pfeffer sehr scharf schmeckt. Ganze Pfefferkörner hingegen kocht man mit - gemahlenen, bzw. zerstoßenen Pfeffer streut man über die fertigen Speisen. Ist eine sehr kräftige Würzung erwünscht, nutzt man wie bereits gesagt den schwarzen Pfeffer - zu hellem Fleisch, weißen Saucen und Suppen, zu feinem Gemüse und edlem Fisch passt besser der weiße Pfeffer. Grüner Pfeffer wiederum ist ideal zu Steaks und anderem Kurzgebratenen, sowie für pikante Salate, Tatar und diverse Eiergerichte.
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