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Muskat
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Muskat
Beim Baum der Muskatnuss handelt es sich um ein immergrünes, tropisches Lorbeergewächs, dass bis zu 15 Meter hoch werden kann und es wächst auf den Molukken, sowie in West-Indien und in Südafrika. Seine Früchte haben ein aprikosenähnliches Aussehen, die im reifen Zustand schließlich aufplatzen und hierbei gleich zwei Gewürze offenbaren. Den eiförmigen Fruchtkern, die man als die eigentliche Muskatnuss bezeichnet, sowie den orangeroten Samtmantel desselben, die hier bei uns weniger bekannte Muskatblüte, welche man in ihrem Heimatland auch Macis nennt. Ab dem 12. Jahrhundert trieben im Norden von Europa zunächst die Portugiesen und später dann die Holländer einen äußerst schwunghaften Handel mit diesem edlen Gewürz und die getrocknete und flachgedrückte Muskatblüte, die wenn dann im Ganzen, oder aber gemahlen angeboten wird, schmeckt sehr feurig und aromatisch, sowie mit einer leichten Bitternis. Sie ist eine Spur feiner, als die Muskatnuss, weshalb man sie bevorzugt für alle feinen Speisen wie Bouillons, Pastetenfüllungen, für junge und zarte Gemüsearten, für Quarkspeisen und Reisgerichte, für Salate aus Krustentieren und natürlich auch für Süßspeisen und Torten nutzt. Die Muskatnuss hingegen ist stärker und etwas schärfer im Geschmack und wird darum gerne für Blumenkohl, Karotten, Porree, Spinat, Rosenkohl, Wirsing und für Kartoffelbrei, außerdem für alle salzigen Reis- und Nudelgerichte, für Fleisch- und Geflügelbrühen, Frikassees, für helle Saucen, Hackfleischgerichte und Eier-Stich verwendet. Sehr gut passt die Muskatnuss aber auch in verschiedenen Wurstwaren und auch in einigen Süßspeisen zu Desserts, in Milch-Mixgetränken und im weihnachtlichen Gebäck. Zu beachten wäre, dass die ätherischen Öle von Muskatnüssen als ausgesprochen hitzeempfindlich gelten, so das man die entsprechenden Speisen erst kurz vor dem Ende ihrer Garzeit mit ihnen würzen sollte, um durch die Bitterstoffe die Speisen nicht zu verderben. Muskatnüsse kennt man ganz, oder gemahlen als Pulver, wobei Letzteres zwar ungeheuer praktisch sein mag, es jedoch im Gegensatz zur Muskatblüte ausgesprochen schnell an Aroma verliert. Darum ist es als durchaus ratsam anzusehen, lieber auf ganze Muskatnüsse zuzugreifen, die man erst kurz vor dem Würzen mit einer entsprechenden Reibe abreibt, oder aber wer hat, in einer speziellen Muskatmühle zermahlt. Der Unterschied zwischen hellen, beinahe weißen Muskatnüssen und ihren dunkleren Genossen liegt in deren Naturbelassenheit, denn die Färbung der weißen Nüsse kommt von einer "Kalkung", welche man zum Schutz vor Ungezieferbefall vornimmt. Übrigens hat Muskatnuss auch eine berauschende Wirkung und sollte schon aus diesem Grund eher mit Vorsicht und Sparsamkeit verwendet werden. Man muss allerdings schon eine tatsächlich größere Menge zu sich nehmen, um jene Rauschwirkung zu erzielen.



 
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