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24.10.2004, 19:26
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Mythologie
Hallo Ihr Lieben,
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ich möchte hier gerne einige Mythen aufschreiben. Wenn euch das auch interessiert, könnten wir doch hier einige Mythen aus sämtlichen Völkern sammeln und aufschreiben. Ihr könnt mir gerne Feedback geben, ob euch sowas interessiert, oder eher nicht.
Ich fange dann mal an. Ich möchte hier die bekannte keltische Sage von Tristan und Isolde aufschreiben.
Isolde war eine irische Prinzessin mit wundervollem goldenem Haar. Tristan war der Neffe von König Mark und Cornwall.
Bei Tristans Ankunft in Cornwall wollte sein Onkel Mark ihn zu seinem Nachfolger ernennen. Der Adel widersetzte sich hedoch diesem Arrangement, also sagte der König, er würde nur das Mädchen heiraten, dem das goldene Haar gehörte, das soeben eine Schwalbe fallen ließ. Sir Tristan, der erkannte, dass das haar Isolde gehörte, schlug seinem Onkel vor, an seiner statt auszuziehen und um ihre Hand anzuhalten.
Verkleidet als Händler aus Cornwall kam Sir Tristan in Irland an an und stellte fest, dass das Land von einem Drachen terrorisiert wurde. Sir Tristan wollte König Marks Werbung Nachdruck verleihen, in dem er das Ungeheuer tötete. Obwohl es ihm gelang, den Drachen zu überwältigen, wurde er von seinem vergifteten Atem eine Zeitlang geschwächt und ein Betrüger behauptete indessen, er habe den kampf gewonnen. Aber Isolde und ihre Mutter ahnten, dass ein Betrug vorlag und fanden den verwundeten jungen Ritter. Während sie Sir Tristan gesund pflegten, bemerkte Isolde, dass an seinem Schwert ein Stück fehlte, das genau mit dem Metallstück übereinstimmte, das im Kopf von Morholt, dem irischen Helden gefunden worden war. Beim letzten Versuch der Iren, in Cornwall Tribut einzutreiben, hatte Tristan ihn tödlich verwundet.
Isolde wollte Tristan aus Rache töten, aber sie stellte fest, dass ihr Herz es nicht zuließ, das Schwert gegen ihn zu führen. So war es ein großer Schreck für sie, als Tristan sich erholt hatte und im Namen von König Mark um ihre Hand anhielt. Als ihr eigener Vater bereitwillig in die Heirat als Mittel zur Wiederherstellung der guten Beziehungen zwischen Cornwall und Irland einwilligte, war Isolde zutiefst entsetzt. Aber ihre Mutter gab Isoldes Zofe Brangaine einen Liebestrank, der- wenn in der Hochzeitsnacht getrunken- ewige Liebe zwischen dem Paar hervorrufen würde. Alles wäre gut geworden, hätte Tristan auf der Reise zu König Marks Hof nicht versehentlich von dem Liebestrank gekostet und auch Isolde davon gegeben.
Obwohl Isolde den König von Cornwall heiratete, nahm Brangaine in der Hochzeitsnacht im Schutz der Dunkelheit ihren Platz im Ehebett ein, sodass Mark nichts bemerkte. Eine Zeitlang konnten sich die Liebenden heimlich treffen, aber sie wurden schließlich entdeckt (wie Gwynhyfar und Lancelot).
Eines Tages geschah es, dass König Mark sie schlafend fand, wobei Tristans Schwert zwischen beiden lag. Er beschloss jedoch, sie nicht auf der Stelle zu töten. Stattdessen tauschte er Sir Tristans Schwert mit seinem eigenen aus und ließ sie schlafen. Überwältigt von der Gnade, die sein Onkel gezeigt hatte, überredete Tristan Isolde, zu ihrem Gatten zurückzukehren und ging selbst freiwillig ins Exil nach Britannien.
Dort heiratete Sir Tristan, allerdings ohne Glück. Mehrmals kehrte er verkleidet nach Cornwall zurück und traf sich heimlich mit Isolde, aber der Krieg zehrte all seine Kräfte auf. Eine schwere Verletzung zwang Tristan, nach Isolde schicken zu lassen. Es wurde verabredet, dass Isolde ihre baldige Ankunft durch das Hissen eines weißen Segels anzeigen sollte. Eifersüchtig auf die Zusammenkunft der Liebenden, berichtete Tristans bretonische Frau, ein Schiff mit schwarzem Segel sei gesichtet worden. Tristan verlor all seinen lebensmut und stürzte sich in sein Schwert, bevor Isolde das Land erreichen und an sein Lager eilen konnte. Kurze Zeit später folge Isolde ihm in den Tod.
So, vielleicht findet ihr ja sowas auch interessant. Würde mich freuen, wenn wir hier einen Thread schaffen könnten, in dem wir solche Art Mythen sammeln.
Liebe Grüsse
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Morgana
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24.10.2004, 21:28
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Hier mal noch eine griechische Sage.
Die 12 Arbeiten des Herakles.
Herakles ist wohl der berühmteste Held der griechischen Mythologie. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass er als Sterblicher in den Götterhimmel aufgenommen wurde.
Schon kurz nach seiner Geburt musste er erste Gefahren überstehen. Er wurde von seiner Mutter Alkmene ausgesetzt, da er als Sohn des Zeus der eifersüchtigen Hera ein Dorn im Auge war. Durch einen Zufall gingen die Göttinnen Athene und Hera jedoch über das Feld, auf dem er ausgesetzt wurde. Die beiden hatten Mitleid mit dem Kleinen und Hera ließ ihn an ihrer Brust saugen. Der ausgesetzte Junge wurde von Athene bei Alkmene in Pflege gegeben. Als jedoch Hera zu Ohren kam, dass es der Sohn einer Nebenbuhlerin war, den sie von ihrer göttlichen Milch hat trinken lassen ließ sie zwei Schlangen in die Wiege des Herakles kriechen, die das Baby jedoch mit Leichtigkeit tötete. Daraufhin wurde der Seher Tiresias gerufen, der dem Sprössling des Zeus eine ruhmreiche Zukunft vorhersatge.
Der Stiefvater von Herakles, Amphitryon, ließ die besten Erzieher für seinen Sohn kommen. Der Sohn des Zeus wurde im Wagenlenken, im Bogenschießen sowie im Leierspiel ausgebildet.
Einmal bedrohte ein Löwe die Viehherden des Amphitryon. Herakles erlegte ihn und warf sich dessen Fell über die Schulter. Voller Beeindruckung gab der König von Theben ihm seine Tochter Megara zur Hand und auch von den Göttern wurde er reichlich beschenkt.
In diesen Zeiten ereignete es sich auch, dass die Giganten, aufgehetzt von ihrer Mutter, der Erdgöttin Gaia den Olymp erstürmen wollten. Zeus war jedoch orakelt worden, dass die Giganten nicht zu besiegen sind, solange nicht ein Sterblicher auf der Seite der Götter kämpfen würde. Da Herakles der stärkste Kämpfer unter den Menschen war, wurde er auserkoren, an der Seite der Unsterblichen in die Schlacht zu ziehen. Als der Angriff abgewehrt war, erhielten die Götter sowie Herakles von Zeus den Ehrentitel „Olympier“.
Durch eine List war Eurystheus zum Herrscher geworden und stand somit auch über Herakles. Herakles ging zum delphischen Orakel und befragte es, ob er als Sohn des Zeus einem gewöhnlichem Menschen dienen soll. Die Pythia antwortete ihm, dass er, nachdem er 10 Aufgaben, die Eurystheus ihm auftragen werde, bewältigt habe, Unsterblichkeit erlangen würde und somit selbst über Eurystheus stehen würde. Betrübt darüber, einen Menschen über sich herrschen zu lassen, verfiel Herakles in melancholische Stimmung. Dies machte sich Hera zunutze und verwandelte die schwermütige Stimmung des Zeussohnes zu wilder Raserei. In einem Anfall tötete der Held seine Kinder, die ihm Megara geschenkt hatte. Als er wieder klar denken konnte, schämte er sich und entschloss sich, Eurystheus seine Dienste anzubieten.
Die erste Aufgabe des Herakles bestand darin, das Fell des nemeïschen Löwen, welcher in den Wäldern auf dem Peloponnes hauste und durch keine Waffen verwundbar war zu beschaffen. Herakles erwürgte das Tier mit seinen bloßen Händen.
Das Erlegen der neunköpfigen Hydra, die Viehherden riss und ganze Landstriche verwüstete, war die zweite Arbeit des Herakles. Als der Zeussohn beim Kampf mit dem Untier merkte, dass aus einem Hals der Hydra, von dem er einen Kopf abgeschlagen hatte, zwei neue Häupter hervorkamen, ließ er die Wunden von seinem Neffen Jolaos umgehend mit einer Fackel ausbrennen, so dass das Monster keine neuen Köpfe wachsen lassen konnte und schließlich starb.
Als dritte Aufgabe musste er die Hirschkuh Kerynitis fangen. Dieses anmutige Tier der Artemis verfolgte Herakles über ein Jahr, bis er es dem Eurystheus bringen konnte.
Auch die vierte Aufgabe, den Eber, der die Gegend um den Berg Erymanthos verwüstete, lebendig einzufangen, meisterte Herakles.
Die fünfte Aufgabe war, die Ställe des Augias, der 3.000 Rinder besaß, an einem einzigen Tag auszumisten. Indem Herakles zwei Bäche umleitete, erledigte er auch diese Prüfung.
Als sechste Arbeit wurde ihm aufgetragen die raubvogelartigen Stymphaliden zu töten. Mit Athenes Hilfe gelang es ihm, den Schwarm auseinander zu treiben und die Bestien nach und nach mit Pfeilen abzuschießen.
Den Stier, der die Insel Kreta verwüstete zu bändigen war die siebente Aufgabe des Zeussohnes, was Herakles auch erledigte.
Die achte Arbeit war es, die menschenfressenden Stuten des Diomedes zu bändigen und vor Eurystheus zu bringen. Nachdem Zeus den Stuten ihren Besitzer zum Fraße vorgeworfen hatte, wurden sie zahm und folgten ihm.
Als neunte Aufgabe musste Herakles der Amazone Hippolyta ihren Gürten und ihr Wehrgehenk stehlen. Auch das gelang ihm, jedoch nicht ohne Kampfhandlungen, die Hera durch eine List heraufbeschworen hatte und die einigen Amazonen das Leben kosteten.
Die Rinder des Geryones herbeizuschaffen war die zehnte Aufgabe des Herakles. Nach langer Reise gelangte er auf die Insel des Riesen und er entführte die Rinder. Als Geryones ihn einholen wollte kam es zu einem Kampf, bei dem Hera, die dem Viehhüter zur Hilfe geeilt war, von dem Zeussohn verwundet wurde.
Da sich Eurystheus mit zwei Aufgaben nicht zufrieden zeigte, musste der Held zwei Ersatzaufgaben bestehen. Die erste davon bestand darin, die Äpfel der Hesperiden herbeizuschaffen. Als er an den Rand der Welt kam, wo Atlas die Last des Himmels zu tragen hatte, bot er diesem an, seine Bürde zu übernehmen, wenn der Bruder des Prometheus ihm dafür die Äpfel holen würde.
Erzürnt darüber, dass Herakles alle ihm bisher übertragenen Aufgaben erledigen konnte und sie dazu beitrugen, dass sich dessen Ruhm in ganz Griechenland mehrte, gab Eurystheus ihm auf, den Zerberus aus dem Hades zu ihm zu bringen. Der Zeussohn stieg in die Unterwelt hinab und erhielt dort das Versprechen, den Höllenhund mit sich nehmen zu dürfen, sollte es ihm gelingen, diesen zu überwinden. Auch das gelang ihm nach hartem Ringen und er hatte auch die letzte Arbeit getan.
Dadurch war aus Herakles ein Gott geworden und nach seinem irdischen Leben wurde er in den Olymp aufgenommen.
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25.10.2004, 15:12
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Schöne Geschichten, danke!
Liebe Grüße Isha
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