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16.10.2004, 19:53
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An was denkt Ihr, wenn Ihr denkt?
Hi Ihr....
An was denkt Ihr, wenn Ihr denkt?
- Macht Ihr Pläne für die Zukunft? Reise/Wohnungswechsel, etc.?
- Denkt Ihr an baldig anstehende Ereignisse/Treffen/Feten/Geburtstage?
- Überlegt Ihr, was ihr den Rest des Tages noch tun müßt?
- Macht Ihr Euch Sorgen um die Zukunft?
- Denkt Ihr an andere Menschen?
- Träumt Ihr?
Und: Denkt Ihr ständig? Oder gibt es Seelenbaumel-phasen, wo der Geist sozusagen wohlsam frei ist?
Ich frage mich, was andere "normale" Menschen denken. Meine Gedanken drehen sich hauptsächlich um mich (wie bin ich, was bin ich) und ich beobachte mich ständig (was fühle ich, warum fühle ich es). Muß dazu sagen: Ich bin in Therapie wegen Depression. Ich denke auch oft an den Tod. Oder an die Kindheit.
An was denkt Ihr denn so, wenn Ihr denkt? Ist es Euch immer bewußt? Belastet Euch das Denken?
Ixis.... ziemlich intime Frage  . Aber würd mich freuen, wenn jemand etwas vom "Normalen" erzählen möchte.
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16.10.2004, 20:23
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Spitzen Naschkatze
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Registriert seit: 30.05.2004
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Hi Ixis,
mir gehts wie dir, ich denke auch ständig an und um mich, meine Familie über meine Angst usw. Bei mir gibt es keine Seelen-Baumel-Phasen ... leider ... und vor allem, das Denken belastet mich wahnsinnig ... bin auch in Thera und hoffe, irgendwann davon loszukommen.
Fazit: Das düstere Denken regiert mein Leben, leider  und ich weiß manchmal nicht, wie es weitergehen soll :clue: Kann dir zum normalen Denken leider auch nix sagen :kotz:
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16.10.2004, 20:42
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Hi Leipzigerin...
ja.. mich belastet das auch. Ich such irgendwie danach, wie andere das alles hinbekommen. Manchmal denk ich, die anderen haben ein Geheimnis um das ich nicht weiß  . Ist natürlich nicht so.
Welche Therapieform machst Du? Positive Dinge dadurch bei Dir fühlbar?
Ixis.
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16.10.2004, 21:17
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Spitzen Naschkatze
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Registriert seit: 30.05.2004
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Beiträge: 876
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huhu,
schwieriges Thema, Ixis. Vor 2 Jahren war ja bei mir auch noch alles im Lot. Als *normaler* Mensch sieht man viele Dinge gelassener, man geht ganz anders mit dem Leben um, Ich habe mir früher um nichts einen Kopf gemacht. Hab in den Tag hinein gelebt und es war alles selbstverständlich, die Kinder, der Mann, die Arbeit und überhaupt. Dem ist heute nicht mehr so, ich sehe schon jeden Tag, der einigermaßen gut verläuft als Geschenk. Klingt doof, ist aber so. Dazu hat die Thera mit beigetragen. Es ist aber bei Weitem noch nicht alles *bereinigt*. Anfänglich sollte ich eine Verhaltensthera machen, hab mich aber mit der Thera überhaupt nicht verstanden. Bin dann gewechselt und man nun *nur* eine Gesprächsthera und nebenbei versuche ich mich mit autogenem Training. Soll ja auch Wunder bewirken ... ein kleines Wunder ... das wär zu schön ... so sein wie früher ... und alles wär gut ... :wf:
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17.10.2004, 05:13
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Hi ...
[quote] ...ich sehe schon jeden Tag, der einigermaßen gut verläuft als Geschenk. Klingt doof, ist aber so. [quote]
Das klingt absolut nicht doof. Mir fallen gute Tage/Momente auch auf, sie stechen aus der Tristesse sozusagen hervor.
Zitat:
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Ich habe mir früher um nichts einen Kopf gemacht.
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Vielleicht waren Dir früher gewisse Dinge aber auch nicht bewußt. Ich habe eigentlich schon "immer" diese Gedanken. Nicht durchgehend im Rückblick der Jahre mit gleicher Intensität, aber vorhanden waren sie stets irgendwo.
Der Wunsch so zu sein wie früher, den kann ich so gar nicht äußern, weil das Früher auch nicht so tolle in Empfindung war. Sicherlich gab es auch gute Zeiten, wo ich "glücklich" war, aber die haben keine sonderliche Kraft.
Nun denn. Ich such weiter nach meinem "Normalsein". Ixis
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17.10.2004, 05:13
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Zitat:
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Zitat von Ixis
Hi ...
Zitat:
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...ich sehe schon jeden Tag, der einigermaßen gut verläuft als Geschenk. Klingt doof, ist aber so.
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Das klingt absolut nicht doof. Mir fallen gute Tage/Momente auch auf, sie stechen aus der Tristesse sozusagen hervor.
Zitat:
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Ich habe mir früher um nichts einen Kopf gemacht.
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Vielleicht waren Dir früher gewisse Dinge aber auch nicht bewußt. Ich habe eigentlich schon "immer" diese Gedanken. Nicht durchgehend im Rückblick der Jahre mit gleicher Intensität, aber vorhanden waren sie stets irgendwo.
Der Wunsch so zu sein wie früher, den kann ich so gar nicht äußern, weil das Früher auch nicht so tolle in Empfindung war. Sicherlich gab es auch gute Zeiten, wo ich "glücklich" war, aber die haben keine sonderliche Kraft.
Nun denn. Ich such weiter nach meinem "Normalsein". Ixis
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17.10.2004, 08:48
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Wie soll's auch anders sein, auch ich denke viel zu viel und ohne Unterlaß...Allerdings bilde ich mir ein, nicht mehr depressiv zu sein. Okay, normal ist das auch nicht... aber im Vergleich zu früher... ich hatte früher absolten Grübelzwang, 10 Stunden Gedanken nur um eine Sache, man wurde wahnsinnig und konnte es höchstens mit Autoaggression ausschalten... aber da ist schon lange vorbei.
Aber viel denken werde ich weiterhin a) weil ich nun mal ein Grübeler bin b) weil ich mich nicht entscheiden kann und c) versuche derzeit eine komplett neue Persönlichkeit aufzubauen nach damals. B) macht da noch erhebliche Probleme.
Ich habe für mich selbst Methoden gefunden, wie man mit den Gedanken umgehen kann... denke, es kommt einer Selbst-Therapie gleich. Bloss hab ich bisweilen noch immer das Problem, der Gedanken für den ich mich entschied, auch umzusetzen...
Beispiele:
Ändere, was Du ändern kannst, aber akzeptiere das, was man nicht verändern kann... Einfache Logik, was anderes macht keinen Sinn.
Oder: Wenn man ständig grübelt, hin und her und alle Pro und Contras genau gleich sind, dann ist es eh egal für was man sich entscheidet, ist ja beides genau gleich bzw. gleich bescheiden, also wähle das, was dein Herz Dir sagt...
Und dann gibt es noch Aspekte des Lebens, immer dann wenn es um Gefühle geht, wo Denken gar nicht hilft. Gefühle kennen nämlich keinen Verstand...
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17.10.2004, 17:57
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Hmmmm Ihrs, ist das denn nicht normal wenn man den ganzen Tag denkt? Ich denke also bin ich. Was ich tue oder sage ist in den meistem Fällen gut durchdacht und alle Möglichkeiten die mir einfallen sind durchgecheckt. Das geht ganz schnell. Die Erfahrungen der Vergangenheit sind gegenwärtig damit Fehler nicht zweimal gemacht werden. Dabei gehe ich den täglichen Geschäfte nach, mache meine Arbeit und was so anliegt. Man könnte sagen "es wird in mir gedacht"
Doch, ich habe davon gehört das frau mit ihren Gedanke da sein soll wo ihre Hände und Augen sind, aber ich habe den Sinn solchen Verhaltens noch nicht erfahren. Ich kann durchaus an zwei oder drei Sachen gleichzeitig denken. Also: Spülmaschine ausräume & Suppe,Haubtgericht und Nachtisch zubereiten & Überlegen was eingekauft werden muß & Kondolenzbrief formulieren und mit GöGa unterhalten. Alles kein Problem. So so sieht es in meinem Kopf aus
Und ich halte mich für normal. Vielleicht hilft euch das
Liebe Grüße Isha
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17.10.2004, 18:08
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Spitzen Naschkatze
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Registriert seit: 30.05.2004
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Huhu liebe Isha,
also deine Gedanken sind völlig normal ... und sie belasten dich ja auch nicht. So sollte es sein ....
*Drückerchen*
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17.10.2004, 20:31
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Hallo alle zusammen,
keine Ahnung was normal ist. Ich hab auch schon trübe Zeiten (mit meinem 1. (leicht kriminellem) Ehemann) hinter mir. Aber nach 2 Jahren Ehe war ich am Ende und hab mir gedacht, entweder ich mach so weiter und gehe dabei auf Dauer innerlich drauf oder ich trenn mich und ordne mein Leben neu. Ich glaub ich bin mehr ein Mensch der Taten und hab mein Leben für mich wieder in die Ordnung gebracht, die ich gern hab. Hab den Typen in den Wind geschossen und mir mich so mit wieder ein Stück weit befreit.
Klar gab es Tage, an denen ich schlecht drauf war. Aber so richtige Depressionen? Ich glaub die hatte ich noch nie. Aber ich bin auch nicht so wirklich die Grübler-Natur. Klar mach ich mir auch so meine Gedanken, aber ständig über mich und andere nachdenken, dafür fehlt mir enfach auch oft die Zeit.
Aber ob das normal ist? Keine Ahnung
Groby
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