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21.07.2005, 09:49
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Moderator
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Registriert seit: 30.05.2004
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Gedichte?
Habt Ihr ein Lieblingsgedicht? Oder einen Lieblings-Dichter?
Schreibt ihr selbst welche? Mögt ihr die mal posten?
Ich steh auf Joseph von Eichendorff und Gottfried Keller, Goethe mag ich auch sehr gerne, der ist oft so düster 
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Liebe Grüße sendet Lorian (Berufsschuldige - außer Alessa ist Schuld)
Am Anfang war die Kuh...
Für ein großes Fast in ganz Deutschland
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21.07.2005, 10:32
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Ich gebe hier den Spruch rein, der unser Motto für die Hochzeit war:
Ich habe eine Hand, um Dich zu halten, wenn Du alleine bist. Um Dich zu wärmen, wenn Du frierst. Um Dir aufzuhelfen, wenn Du gefallen bist. Um Dich zu führen, wenn Du den Weg suchst. Um Dich zu beschützen, wenn Du Hilfe brauchst. Um bei Dir zu sein, wenn Du meine Nähe suchst. Um Dich zu stärken, wenn Du schwach bist. Um Dir zu zeigen, dass ich stets für Dich da bin. Um Dir wortlos zu sagen: Ich liebe Dich!
Ich bekomme immer Gänsehaut beim Lesen dieser Zeilen!
Liebe Grüße
Dani
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21.07.2005, 11:21
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Für Einen
Die Andern sind das weite Meer.
Du aber bist der Hafen.
So glaube mir: kannst ruhig schlafen,
ich steure immer wieder her.
Denn all die Stürme, die mich trafen,
sie ließen meine Segel leer.
Die Andern sind das bunte Meer,
du aber bist der Hafen,
Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.
Kannst Liebster, ruhig schlafen.
Die Andern ... das ist Wellenspiel,
Du aber bist der Hafen
(Mascha Kaleko)
und...wer versucht nicht ab und an selbst zu schreiben  ich mag aber reime nicht besonders :P
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21.07.2005, 12:48
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Ist öfters hier...
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Ich bin ein grosser Fan von Erich Fried. Mein lieber Freund sendet mir immer wieder mal Liebesgedichte. Mein Lieblingsgedicht ist:
WAS ES IST
Es ist Unsinn, sagt die Vernunft.
Es ist, was es ist, sagt die Liebe.
Es ist Unglück, sagt die Berechnung.
Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst.
Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht.
Es ist, was es ist, sagt die Liebe.
Es ist lächerlich, sagt der Stolz.
Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht.
Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung.
Es ist, was es ist, sagt die Liebe.
[Erich Fried]
Liebe Grüsse
Ciska
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Rettet Weihnachten: 94 x  bisher
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21.07.2005, 14:00
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Seit ich ungefähr 13 Jahre alt war, dieses hier von einem meiner Lieblingsdichter Dylan Thomas.
And Death shall have no dominion
And death shall have no dominion.
Dead men naked they shall be one
With the man in the wind and the west moon;
When their bones are picked clean and the clean bones gone,
They shall have stars at elbow and foot;
Though they go mad they shall be sane,
Though they sink through the sea they shall rise again;
Though lovers be lost love shall not;
And death shall have no dominion.
And death shall have no dominion.
Under the windings of the sea
They lying long shall not die windily;
Twisting on racks when sinews give way,
Strapped to a wheel, yet they shall not break;
Faith in their hands shall snap in two,
And the unicorn evils run them through;
Split all ends up they shan't crack;
And death shall have no dominion.
And death shall have no dominion.
No more may gulls cry at their ears
Or waves break loud on the seashores;
Where blew a flower may a flower no more
Lift its head to the blows of the rain;
Through they be mad and dead as nails,
Heads of the characters hammer through daisies;
Break in the sun till the sun breaks down,
And death shall have no dominion.
OK, es sehr sehr bekannt, aber trotzdem immer noch eines der schönsten Gedichte, die je über Liebe, Unsterblichkeit und Unvergänglichkeit geschrieben wurden. Ausserdem ist es wahnsinnig spannend, wie gerade hier der Text so unterschiedlich dargestellt werden kann, entweder schon beim Lesen oder auch bei der Vertonung.
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21.07.2005, 14:18
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Hallo zusammen,
ich finde Erich Frieds Gedichte auch wunderschön und tröstlich. Hier meine beiden Favoriten:
Meer
Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren
und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen
Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen
nur Meer
Nur Meer
[Erich Fried]
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Die Tür
Wenn die Nacht
keine Türe hätte
woher
käme der Tag?
Und zuletzt
wohin ginge er
wenn die Nacht
keine Türe hätte?
[Erich Fried]
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Gruss,
dule
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21.07.2005, 14:20
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Moderator
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Registriert seit: 30.05.2004
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Ja, das ist wirklich sehr schön...
Nur weiter, ich lese gerne so Anregungen!
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21.07.2005, 14:44
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Wohnt hier
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Registriert seit: 23.06.2005
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Beiträge: 1.002
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Ich schreibe schon seit ich Teeni war immer Gedichte/Gedanken, wenn ich irgendwas verarbeiten muss oder Probleme habe. So hab ich schon einige Krisen bewältigt und hab nen ganz ansehnliches Sammelsorium zusammengekriegt
Hier mal zwei von meinen (meiner Meinung nach) Schönsten:
Jeden Tag rinnen mir tausende Sandkörner durch die Hände.
Jedes Sandkorn eine versuchte Erklärung meines Lebens.
Doch die Zeit verrinnt.
Ich versuche meine morsche Hand zu schließen
und den Augenblick zu halten.
Doch wie schwach ist der Verstand, wenn der Wille bereits schläft?
4 braune Augen,
die mich vertrauensvoll ansehen...
2 Herzen,
die mich abgöttisch lieben...
2 Seelen,
die mir alle meine Fehler verzeihen
und mich so nehmen wie ich bin...
8 Pfoten,
die mit mir gehen; egal wohin der Weg uns führt...
2 Hunde,
die für mich ALLES sind...
Freundschaften zerbrechen, Lieben vergehen...
Aber die bedingslose Liebe meiner Hunde wird andauern...
Kein Mensch wird mir je das geben können,
was diese kleinen Geschöpfe zu geben vermögen...
Sie trösten mich, wenn ich traurig bin...
Sie muntern mich auf, wenn ich am Boden liege...
Und das alles, ohne eine andere Gegenleistung zu fordern
als Liebe, Zuneigung und Geborgenheit...
Warum können die Menschen nicht so sein wie zwei kleine Hunde,
die für mich die Welt bedeuten?
Ich hab mich zwar auch mal ne Zeitlang an Reimen versucht, es aber ganz schnell wieder aufgegeben. Irgendwie ist das einfach nicht meine Sache.
Lieben Gruss von
Claudia
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Paßt gut auf Euch auf - das Leben ist zu kurz um es leichtsinnig aufs Spiel zu setzen!
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21.07.2005, 14:59
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Spitzen Naschkatze
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Registriert seit: 10.05.2005
Ort: Lahnstein - Kennt kein Mensch
Beiträge: 841
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Das hat mir mein Mann mal geschrieben:
Sterne und Träume
Weißt Du noch,wie ich Dir die Sterne vom Himmel
holen wollte, um uns einen Traum zu erfüllen?
Aber Du meintest, sie hingen viel zu hoch ...!
Gestern streckte ich mich zufällig dem Himmel entgegen,
und ein Stern fiel in meine Hand hinein.
Er war noch warm und zeigte mir,
daß Träume vielleicht nicht sofort in Erfüllung gehen;
aber irgendwann ...?!
- Markus Bomhard -
Ich hab's bis Heute behalten
Geständnis: Ich liebe den Zauberlehrling von Goethe http://img6.smiliedb.de/sdb07814.gif
LG
Annemirl :sun:
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LG Annemirl
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21.07.2005, 18:48
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schönes gedicht *lächel*
vielleicht kennt ihr die seite ja schon...gedichte und was fürs auge findet ihr hier
www.ti-amo.at
achja...ich mag noch eins besonders gern (kennt ihr vielleicht aus "4 hochzeiten und ein todesfall")
Funeral Blues
Stopp all the clocks,cut off the telephone
Prevent the dog from barking with a juicy bone
Silence the pianos and with muffled drum
Bring out the coffin,let the mourners come.
Let aeroplanes circle moaning overhead
Scribbling on the sky the message HE IS DEAD
Put crèpe bows round the white necks of the public doves
Let the traffic policemen wear black cotton gloves.
He was my North,my South,my East and West
My working week and my Sunday rest
My Noon,my Midnight,my talk,my song.
I thought that love would last for ever:I was wrong.
The stars are not wanted now;put out everyone
Pack up the moon and dismantle the sun
Pour away the ocean and sweep up the wood
For nothing now can ever come to any good.
(W.H. Auden)
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