Hallo Hippobaby !
Zunächst einmal drücke ich Dir für Deine Bewerbung ganz fest die Daumen; daß es alles so wird, wie Du es Dir erhoffst und das sich Deine beruflichen / schulischen Wünsche erfüllen...
Nun ist die Bewerbung in einem journalistischen Beruf sicherlich eine besondere Angelegenheit und wenn man dort von Dir einen "nicht tabelarischen Lebenslauf" erwartet, dann spricht allein diese Tatsache schon für sich. Als Hintergrund könnte ich mir vorstellen, dass man Dein Gefühl für das Verfassen eines sachlichen Textes ersehen will; nichts Anderes erwartet man bei einem Lebenslauf. Es geht hier ausdrücklich
nicht darum, eine möglichst spannende Geschichte zu erzählen, sondern eine Art "Bericht" zu verfassen, der die nüchternen Fakten Deines bisherigen Lebenslaufs enthält. Du beginnst mit dem Tag Deiner Geburt, nennst die Namen Deiner Eltern und kommst dann recht bald bereits zu Deinem schulischen Werdegang bis Heute...
Mit einfließen können für einen bestimmten Beruf, Berufswunsch usw. eventuell relevante Lehrgänge, Praktika usw, die Du vielleicht im Lauf Deiner bisherigen Ausbildung absolviert hast und alle diese Fakten sollten mit genauen Daten versehen sein. Also - von wann bis wann was getan wurde...
Dann sollte ein Lebenslauf, ob nun tabellarisch, oder in Textform lückenlos sein - also keine Löcher enthalten. Wenn sich in Deiner bisherigen Laufbahn Zeiträume aufgetan haben, in denen Du aus welchen Gründen auch immer pausieren mußtest (Krankheit, etc. was auch immer), so mußt Du auch diese genau angeben. Ansonsten entsteht nämlich der Eindruck, als müßtest Du Teile Deines Lebens besser verschweigen...
Aus welchem Grund heraus man nun einen bestimmten Werdegang anstrebt, gehört eigentlich nicht in den Lebenslauf, sondern in das Bewerbungsschreiben. Nur dort erklärt man seine persönlichen Neigungen und Befindlichkeiten, bezüglich eines weiteren Berufswegs. Auch hier aber gilt eine gewisse Sachlichkeit, denn Du möchtest Dich zwar möglichst positiv darstellen - gut verkaufen und Deine persönlichen Vorzüge herausstellen, doch eine Art Aufsatz gemäß dem Muster "Mein schönstes Sommererlebnis" würde deplaziert wirken. Ich hoffe mal, Du verstehst, was ich damit ausdrücken möchte...
Ich muß mich hin und wieder auch mit Bewerbungsschreiben und Lebensläufen beschäftigen - nur von der Anderen, der Auswählenden Stelle aus betrachtet und ich tu'e es ungern, weil es auch immer etwas mit dem Ablehnen hoffnungsvoll vorgetragener Berufswünsche zu tun hat und mir persönlich fällt es einfach unendlich schwer, die Menschen dann hin und wieder auch enttäuschen zu müssen. Es gibt aber halt bestimmte Dinge, auf die man als Lesender in einem so verfaßten Schreiben achtet; was Du also in Deine Bewerbung in eine Art "Schlussabsatz" hinein packen kannst ist, aus welchem Grund heraus Du Dich gerade für diesen von Dir angestrebten Weg entschieden hast und warum Du Dich für besonders geeignet hältst...
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Glück und Erfolg...
Thommy...