Stimmt es eigentlich, daß Schokolade süchtig macht? Haben sich sicher viele schon mal gefragt, oder behaupten es als "Ausrede" für den ungezügelten Naschbedarf
Hier die Antwort:
Nein. Zwar hat die moderne Chemie der kalorienreichen Versuchung schon so manches erstaunliche Geheimnis entlockt, ihr vermeintliches Suchtpotential aber konnte bislang trotz intensiver Nachforschungen nicht bestätigt werden.
Dennoch ist, wie so oft, ein bisschen was dran. Denn Schokolade enthält bestimmte Stoffe wie Phenylethylamin, das ähnlich aufgebaut ist wie Amphetamin – ein körpereigener Botenstoff, der auch ausgeschüttet wird, wenn wir verliebt sind. Außerdem enthalten sind Koffein und Theobromin, die eine stimulierende Wirkung haben. Der Stoff Theobromin hebt die Pulsfrequenz und soll bei Entzug Kopfweh verursachen, entspricht in der Wirkung aber nur etwa einem Zehntel des Muntermacher-Effekts von Koffein. Eine andere Schokoladen-Substanz kommt allerdings auch in Cannabis vor: der körpereigene Neurotransmitter Anandamid, der an die Cannabinoid-Rezeptoren des Hirns andockt. Aber auch hier ist die enthaltene Menge viel zu gering. Um eine Rauschwirkung zu verspüren, müsste man schon pfundweise Schokolade verdrücken. Das ist weder für den Magen gut, noch für die Figur.
Wissenschaftlich belegt ist indes, dass Schokolade glücklich macht. Dies allerdings ist vor allem ein Verdienst des Zuckers, der den Insulin-Spiegel nach oben treibt und im weiteren Verlauf die Ausschüttung des Gute-Laune-Hormons Serotonin ankurbelt.
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