|

20.09.2005, 11:21
|
|
Spitzen Naschkatze
|
|
Registriert seit: 03.11.2004
Beiträge: 982
|
|
|
*PN
__________________
92,6/87,8/65,0
Höchstgewicht: 95kg (September 2004)
Tiefstgewicht: 73kg (Sommer 2006)
|

20.09.2005, 11:36
|
|
|
|
hallo melly!
darf ich mal fragen, ist es dein 1. kind bzw. einzigstes?
bei meinem großen war es damals anfangs auch so. zum glück hatte er eine gute lehrerin, die ihn immer mit zusatzaufgaben beordert hat und er dafür immer solche extra-aufkleber bekam, wo er immer ganz stolz drauf war, weil nur er die bekam. ansonsten hat er sich auch schon im 1. schuljahr mit der lehrerin angelegt, war bockig und stur. aber mit der zeit hat sich das allmählig gelegt. leider muß ich sagen, dass er seeehr faul ist. er ist jetzt auf dem gymnasium und lernt kein stück dafür. wenn er eine klassenarbeit schreibt lernt er abends im bett ne stunde dafür, das wars. hausaufgaben macht er in der schule oder zuhause und chattet nebenbei am pc.... aber er kanns trotzdem. seine arbeiten sind immer gut!!! :clue:
ich meine, dass man sich beim 1. kind besonders viele sorgen macht und nur das allerbeste dafür will. beim 2. war alles viel lockerer bei uns. da wurde auch nicht sooo viel mit gelernt, gelesen usw, weil die zeit einfach durch 2 kinder geteilt werden mußte und man sich nicht mehr so auf ein kind konzentriert hat. vielleicht solltest du auch etwas lockerer werden und dein kind seinen weg erst mal selber finden lassen?
dann sage doch seiner lehrerin, dass sie auch ihn mehr aufgaben und evtl. schwierigere aufgaben geben soll. und vielleicht ist ein klassenübersprung ja auch ganz sinnvoll?
|

20.09.2005, 11:42
|
|
|
|
Ja, Sport ist wirklich unheimlich wichtig. Mir hat man auch den Teil nehmen wollen als Kind und das ist nicht schön. Denn irgendwohin muß man das "Potenzial" ja abbauen.
|

20.09.2005, 12:22
|
|
Frischling
|
|
Registriert seit: 10.07.2005
Ort: das Murmelnde Meer
Beiträge: 72
|
|
|
Hallo Melly,
ich war auch mal ein hochbegabtes Kind und habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Dein Sohn.
In der Grundschule habe ich mich zwar oft daneben benommen, Prügeleien angefangen etc., aber dank einer sehr erfahrenen und einfühlsamen Lehrerin ging vier Jahre lang alles gut. Meine Mom wusste zwar, dass sie ein durchaus intelligentes Kind hat, aber - ich zitiere wörtlich - "dass es so schlimm ist, hätte ich nicht gedacht".
Im Gymnasium änderte sich das schlagartig. Da wir unsere Hefte nicht abgeben mussten, erledigte ich meine Hausaufgaben zeitsparend während ich sie in der Klasse vorlas. Einmal wurde ich dabei erwischt, nachdem ich auf den nicht vorhandenen Aufsatz eine Eins bekommen hatte. Wenn mir langweilig war, lenkte ich meine Klassenkameraden ab, zeichnete Nacktbilder der Lehrer oder rannte unter einem Vorwand in diesen unsäglichen Plateauschuhen über die Tische zum Papierkorb. wenn ich unter der Bank las, waren meine Lehrer froh, weil ich in der Zeit auch noch viele andere Dinge hätte tun können.
Mein Religionslehrer hatte große Lust, mich auf die Hauptschule zu scicken, erreichte aber lediglich, dass mir ein Besuch bei einem Psychologen verordnet wurde. Der hörte sich die Geschichte an und machte einen IQ-Test mit mir. Der IQ-Test war der Türöffner! Du wirst während der Schulzeit Deines Sohnes noch mit vielen ignoranten Lehrern klar kommen müssen. Diese Individuen finden einen Zettel mit Zahlen meistens viel überzeugender als jede noch so gute Leistung Deines Kindes. Lass ihn einen IQ-Test machen, damit Du das Ergebnis all diesen Leuten unter die Nase halten kannst!
Ich habe die achte Klasse übersprungen, aber das machte die Schule für mich nicht leichter. Meine neue Klasse - kollektiv in der Pubertät - machte mich nach allen Regeln der Kunst fertig.
Was mir wirklich geholfen hat, waren Gruppen, in denen ich andere Hochbegabte treffen konnte, die meist ebenfalls Außenseiter waren. Jedes Jahr fuhr ich zu einer "Freischreibzeit" - das war die beste Woche des ganzen Jahres. Mit den Menschen, die ich da kennen gelernt habe, bin ich heute noch eng befreundet.
Gruppen für hochbegabte Kinder bietet die DGhK, die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind, an. Außerdem helfen sie bei Schulkonflikten, informieren über lustige Wettbewerbe und Kindersommerakademien und vermitteln Stipendien.
Das war´s. Viel Glück euch beiden!
shaya
__________________
|

20.09.2005, 13:47
|
|
|
|
WOW
...ich hätte nie mit einem so großen Antworten-Sturm gerechnet, und außgerechnet heute habe ich kaum Zeit für den PC  ...
Deshalb jetzt erstmal ein DICKES DANKE für eure Antworten und PN´s, die ich mir jetzt schon gut durchgelesen habe!!! Aber das werde ich heut abend nochmal GRÜNDLICH tun und euch dann auch noch ausführlich antworten.
Seid mir nicht böse, aber ich hab nur noch 3 Stunden Familienzeit (meine 3 Kids kommen grad nach Hause!) und dann muß ich arbeiten und zur Reitstunde.
Danke,
Melly
|

20.09.2005, 22:28
|
|
|
|
Nach einem langen Tag...
Hallo nochmal ihr Lieben!
Sorry daß ihr so lange wartet mußtet, aber Dienstags ist bei mir ein Fulltime-Tag und heut wars besonders schlimm, weil Nik (mein Mann) auch noch Mittagsschicht hat und ich für Babysitter und Co. sorgen mußte.
Eure Beiträge sind für mich sehr interessant und bestärken mich sehr in meinem Weg, eine Lösung/ Erklärung für Michaels Verhalten zu finden und ihm so gut es geht zu helfen.
Zitat:
|
Zitat von vaniglia
Auch hier warten wir auf einen Termin bei Profis, die sich aber scheinbar gerne Zeit lassen *grummel*.
Sport hilft meinem Bruder sehr um sich auszupowern, vielleicht auch Deinem Sohn ? Alles andere muss man wohl auf sich zukommen lassen.
|
Bezüglich des Termins grummel ich auch, aber da sitzt der Psycho-Doc leider am längeren Hebel und ich kann nur versuchen bis dahin das beste draus zu machen.
Auf die Idee mit dem Sport bin ich auch gekommen. Er hat zwei mal die Woche Fußball-Training und seit kurz vor den Ferien auch wieder Taek-Won-Doe. Mal macht es ihm Spaß, dann wieder kapeistert er auch dort nur rum...und meint er hätte halt kein bock...
Auf meine Frage warum er denn keine Lust hätte, meinte er: Weil ich mir immer wieder den "abschaggi" und den "xyz" angucken muß...hier muß ich gestehen,daß ich die ganzen Übungsbezeichnungen bis heut noch nicht kenne, obwohl meine große schon seit 4 Jahren TWD macht. Er sagt, DAS kann ich schon, also dauerts schon wieder zu lange...sprich, selbst beim Sport langweilt er sich...
Zitat:
|
Zitat von Mistel
Kümmere Dich! Es gibt nichts schlimmeres als sich jahrelang vernachlässigt und eingelassen zu fühlen... Begabung kann zu Fluch oder Segen werden, natürlich nicht ausschließlich das eine ohne das andere, aber lass Deinen Sohn spüren, dass es auch die Segen - Seite gibt...
|
DAS tue ich, deshalb forsche und suche ich ja...nach Wegen ihm zu helfen...auch jetzt schon wo ich noch nicht genau weiß was los ist.
Zitat:
|
Zitat von GipsyJoker
ich habe mir das jetzt sehr gründlich durchgelesen und zwei dinge sind mir gleich aufgefallen.
in einem nebensatz erwähnst du, dass du dich selber "leer" fühlst.
eine bitte, bei der (führ)sorge um deinen sohnemann, vergiss bitte dich selber dabei nicht.
gerade zu dem punkt kannst du dich gerne per pn mal mit mir austauschen.
|
Ich dank Dir für dein Hilfsangebot und werd sicherlich mal darauf zurück kommen...das "Leer" bezieht sich darauf, daß mich das oft unbändige Kraft kostet...manchmal sogar "Beherschung", denn er ist in seiner Aufsässigkeit nicht gerade leicht "zu ertragen"... Aber ich sag mir dann immer, daß ich ihm irgendwie helfen muß und daß ich irgendwie einen Weg finden muß. Aber Du hast schon recht, ich muß aufpassen, daß ich meinen Akku nicht komplett verheize.
Zitat:
|
Zitat von Chiana
Ich würde Dir raten: geh mit Deinem Sohn auf jeden Fall zu einem Fachmann. Bei der Aggression, die er zeigt, könnte eventuell auch eine Form der ADS vorliegen
|
Das haben wir bereits vor 3 -4 Jahren ausschließen lassen. Denn da ist Michael uns erstmals "aufgefallen". Er hatte rege Gefühlsausbrüche und viel uns mit extremen Spielverhalten in so fern auf, daß er bereits mit 3 Jahren ein 100-Teile Puzzle löste, womit seine 7 jährige Schwester probleme hatte... Wir waren damals im SPZ der hiesigen Kinderklinik und Michael wurde auf ADS getestet.
Man sagte uns, daß er auf keinen fall unter ADS leidet, aber schon damals hat man uns gesagt, daß Michael vom Kopf her sehr weit ist, und daß wir das immer ein wenig im Auge behalten sollten.
Nun denn, das haben wir getan und wir schauen weiter.
So und nun werd ich noch meine PNs lesen und beantworten und dann falle ich halb tot ins Bett...
Gute nacht, ich melde mich,
Melly
|

21.09.2005, 11:13
|
 |
Naschkatzen Goldi
|
|
Registriert seit: 03.07.2004
Ort: Nähe Frankfurt
Beiträge: 3.343
Geschlecht:
|
|
|
Hallo Melly,
jetzt muss ich auch noch meinen Senf dazu geben, denn ich bin auch so eine 'Betroffene'. Ich erkenne in deinem Bericht in vielen Dingen meine jüngere Tochter wieder.
Es erging uns leider auch schon sehr oft so. Deshalb muss ich dir leider sagen, es hört nicht auf und du wirst viel Kraft und vor allem Geduld brauchen.
Bei meiner Tochter konnte man schon mit 2 Jahren erkennen, dass sie sehr weit war. Anfangs wurde mir gesagt, sie schaue sich viel bei ihrer 2 Jahre älteren Schwester ab, was aber damals schon Quatsch war, denn sie machte Dinge, auf die meine Große nie gekommen wäre. Auch das mit dem Puzzeln kenne ich.
Bei der Untersuchung zur Einschulung im Kindergarten, las sie der Schulärztin aus einem Buch vor, diese meinte zu uns, dass sie schon mit 5 Jahren hätte eingeschult werden müssen, was wir natürlich nicht gemacht haben.
Kurz nachdem sie in der 1. Klasse war, bat die Klassenlehrerin uns zu ihr und meinte, es wäre wohl besser, sie direkt nach den Herbstferien in die 2. Klasse zu tun, denn sie hätte das komplette 1. Schuljahreswissen schon drauf, sie würde die Zahlen kennen und rechnen können, was gerade in der 2. Klasse ansteht. Schreiben konnte sie auch schon alles und wir sollten es uns überlegen. (Wir haben ihr es nicht beigebracht - Gott behüte, sie hat es sich wahrscheinlich bei ihrer Schwester einfach abgeschaut und selbstständig geübt, wir waren selbst überrascht).
Wir haben sie nicht in die 2. Klasse versetzen lassen, u.a., weil sie sehr klein für ihr Alter war ( immer noch ist) und sie dann noch einen Kopf kleiner als die anderen wäre. (Sie leidet sehr darunter, damals wie heute). Wir sind deswegen auch in die Kinderklinik, wo uns nach vielen Tests (alle möglichen Bluttest, Wachstumshormontests ach, alles mögliche halt) gesagt wurde, dass bei ihr alles in Ordnung sei. Es sei aber oft so, dass es Kinder gibt, bei denen der Körper seine Kraft in die Körpergröße steckt, bei denen kommt das Gehirn mit dem Wachstum nicht so mit. Bei anderen, wie bei meiner Tochter, steckt der Körper seine Kraft in das Gehirn, das bedeutet, sie sind überdurchschnittlich intelligent, aber dafür wächst der Körper nicht so schnell mit, wie gesagt, dafür reift das Gehirn schneller.
Das gleiche haben uns noch mehr Ärzte, unabhängig voneinander, erzählt. Nunja, das hat uns natürlich in der Art von meiner Tochter auch nicht weitergeholfen, denn sie war/ist genau wie dein Sohn, sehr temperamentvoll. Ich kann dir sagen, was wir schon alles mit ihr mitgemacht haben...
Jedenfalls haben wir auf Anraten der Ärzte natürlich auch alle möglichen Test machen lassen. Aber, ich sage dir, was bringt dir das, dass dein Kind überdurchschnittlich intelligenz ist?
Weißt du, dass dein Kind dann auf eine Hochbegabten Schule gehen kann, weit weg von zu Hause? Als Kind ! In so eine Art Internat. Willst du das deinem Kind antun? Weg von der Familie. - Stell dir das mal vor.
Das wollten wir nicht, auf keinen Fall wollte ich mein über alles geliebtes Kind weggeben. Ich habe auch nicht gedacht, dass das so ein Problem sein könnte, intelligent zu sein.
In der Grundschule und jetzt - sie ist inzwischen in der 8. Klasse Gymnasium, fällt sie halt auf, weil sie sich ständig ablenken lässt, sie fängt zwar nicht an, aber macht dann natürlich gerne mit, sie ist seeehr fröhlich (von den Lehrern sehr, sehr negativ bewertet), lacht halt gerne und macht gerne jeden Blödsinn mit.
Die Lehrer in der Grundschule haben ihr extra Aufgabenzettel gegeben, aber im Gymnasium interessiert das keinen.
Wo die anderen, die dir geschrieben haben, Recht haben, ist die Sache mit dem Sport. Das merke ich jetzt gerade, wo ich die ganzen Berichte lese.
Sie ist von klein auf im Turnverein, mit 3 Jahren kam sie schon in die Tanzschule, wo bis heute sehr hart trainiert wird. Sie braucht das. Sie war auch in der Musikschule, Chor, in einem Musical- und Theaterverein und hätte noch sehr viel mehr machen können, denn überall ist ihr alles sehr leicht gefallen und sie braucht tatsächlich sehr viel körperlichen Ausgleich. Wenn sie von der Schule heimkommt, geht sie zuerst in den Garten, um Turnübungen (sie macht u.a. bei harten Wettkämpfen mit) zu machen, sie legt morgens direkt nach dem Aufstehen eine CD ein und tanzt erst mal. Bei den Hausaufgaben kann sie nie lange ruhig sitzen, eine viertel Stunde vielleicht, dann muss sie erst mal eine Runde abtanzen. So geht das den ganzen Tag. Deshalb kann sie natürlich auch nicht 6 Stunden in der Schule ruhig sitzen - unmöglich. Aber erkläre das mal den Lehrern.
Jedenfalls liebe Melly, überlege dir das mit den Tests gut, denn was ist denn die Alternative für deinen Sohn? Klar, du weißt dann, (du weißt es ja jetzt schon), dass er sehr intelligent ist. Und dann? In der Grundschule ist das evtl. noch kein Problem, da er einzeln gefördert werden kann, aber später auf der weiterführenden Schule interessiert das niemanden mehr, da muss er sich 'anpassen' und das wird ihm schwer fallen. Oder du gibst ihn weg von dir auf ein Internat mit Hochbegabtenförderung - und dann? Was hast du dann noch von deinem Sohn? Wie oft siehst du ihn und wie wird es ihm gehen, alleine, ohne seine Mutter und seine Familie.
Das Beste, was du für ihn tun kannst, ist wirklich ein guter Sportverein, es gibt so viele Sportarten, wo man sich auspowern kann, Squash, oder auch einfach nur im Fitness-Studio. Mannschaftssport ist wahrscheinlich zu langweilig für ihn. Ich kenne aber auch viele Jungs aus der Tanzschule, die z.B. Breakdance oder HipHop machen, das powert auch ganz schön und er kann zuHause jederzeit üben.
Überlege dir das mal. Es wird nicht leicht für dich, du wirst jeden Tag deinen Kampf haben - ich habe das bis heute - und wusste nicht, was eigentlich los ist. Die Umwelt reagiert leider nicht sehr schön auf begabte Kinder, Kinder müssen lieb und ruhig sein. Fertig.
Ich bin sehr gespannt, wie du dich entscheidest, bitte schreibe auch mal rein, was aus den Test oder dem Gespräch geworden ist. Aber bedenke, Ärzte könne so toll reden, aber was sich davon im 'wahren' Leben umsetzen lässt ist leider nicht sehr viel.
Liebe Grüße und tolerante Lehrer wünscht dir
Candy
__________________
|

21.09.2005, 12:00
|
|
|
|
Zum Tae-Kwon-Do, aus eigener Kampfsporterfahrung kann ich sagen, daß die verschiedenen Techniken sehr oft geübt werden. Im Prinzip ist Dein Sohn im Tae-Kwon-Do in der gleichen Situation wie in der Schule, alles wird geübt bis es auch ganz sicher jeder kann. --> Langeweile kommt auf. Er ist wieder nicht ausgelastet. Bei Sport für ein sehr aktives Kind oder hochbegabtes Kind würde ich eher etwas suchen, wo er spielerisch sich bewegt. Keine festen Bewegungsabläufe, sondern nur auspowern ohne Ende. Zum Tae-Kwon-Do gehört die entsprechende Disziplin stillhalten zu können und bei einem so großen Bewegungsdrang geht das wirklich sehr schwer.
Ich würde mein Kind zwar auch testen lassen, allerdings die Erziehung nicht in fremde Hände legen und das Kind auch nicht in ein Förderinternat schicken. Es sei denn, er wollte es wirklich unbedingt. Ich würde eher selber mit ihm schwerere Aufgaben lösen und ihm viele neue Dinge beibringen und viel Zeit mit ihm verbringen. Wenn Du Pech hast, fühlt sich das Kind mit einem "Makel" behaftet, weil Du es ja in seinen Augen nicht mehr haben willst und wegschickst. Ich hätte nicht auf ein Internat gewollt, wäre aber gern früher eingeschult worden und hätte gern Aufmerksamkeit aus der Familie bekommen und eben mehr Input.
|

21.09.2005, 12:21
|
|
|
|
ich stimme candy voll zu!! vernünftig argumentiert. oft machen die eltern auch einfach zu viel tara um die kinder, nur weil sie mal etwas lebhafter oder "anders" sind...
die kinder sind doch nicht doof, sie finden schon ihren weg! und wenn sie/er eine klasse überspringen möchte (falls von den lehrern vorgeschlagen) dann soll er/sie es, aber nie zu irgendetwas zwingen, nur damit die eltern evtl. nur mit ihrem kind angeben wollen von wegen "mein kind ist ein wunderkind"... es gibt viele, die das von ihren kindern denken, die kinder aber einfach ganz normal lebhafte (oder auch nicht) kinder sind.
|

21.09.2005, 12:38
|
|
|
|
Um Gottes willen...
...sorry ihr Lieben, aber ich glaub ich werd jetzt etwas falsch interpretiert...
Ja...
...ich möchte Micheal testen lassen um Hochbegabung auszuschließen oder aber auch festzustellen!
Aber NEIN
...ich würde ihn deshalb (und aus keinem anderen Grund) NICHT in andere Hände geben oder in ein Internat o. ä. schicken.
Ich suche einfach nach Ursachen für Michaels zeitweise extremes Verhalten. AUCH (ganz ehrlich, dafür kennt ihr mich vierteilen) weil er an meine Grenzen stößt und ich behaupte eigentlich ein sehr gelassener und ruhiger Mensch zu sein, der alles mit Ruhe im Herzen lösen möchte.
Aber vor allen Dingen möchte ich "alles klären" um ihm helfen zu können. Nicht dabei ein "Einstein-junior" zu werden und garantiert nicht um ihn irgendwo irgendwie vorzuzeigen.
Ihr schreibt ich soll ihm zusätzliche Aufgaben geben...doch genau das ist mein Problem. Greife ich in den Schulfächern vor, wirds in der Schule noch langweiliger für ihn. Aufgaben auf dem gleichen Level langweilen ihn ebenso wie seine Hausaufgaben. Also WAS lass ich ihn machen. Er selber "verät mir" noch nichts. Einzig das "Handwerkeln" mit Papa findet er (wie wohl auch jeder andere Junge) total klasse und ergo bezieht mein GöGa ihn mittlerweile auch sehr viel bei allen anfallenden Sachen mit ein.
Und genau da erhoffe ich mir Hilfe durch den Psychologen. Nicht nur, daß er mir sagt "Hochbegabt oder nicht", sondern daß er mir Hilfestellung gibt. Mir Adressen gibt wo ich ihn anderweitig fördern kann, ohne ihm die Schule in Zukunft noch langweiliger zu machen.
Thema: Unterstützung in der Schule. Ich habe schon mehrfach Gespräche gesucht und auch jetzt wieder einen Termin "außer der Reihe" mit seiner Klassenlehrerin vereinbart. Bis jetzt stieß ich mit allem auf TAUBE Ohren...Michael stört, wird ergo als "teilweise unsozial" eingestuft und ENDE...
Ich hoffe am Freitag mehr zu erreichen, sollte das nicht der Fall sein werde ich mal hier beim Jugend- /Schulamt vorsprechen.
Vielleicht bin ich eine schlechte Mutter wenn ich sage: Ich brauche Hilfe, aber den Vorwurf lass ich mir dann auch gefallen, wenn ich Michael dafür besser helfen kann...
Liebe, nachdenkliche Grüße,
Melly
|
| Themen-Optionen |
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist aus.
|
|
|
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 03:38 Uhr.
|