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diät und depression
hallo,
da ich neu hier bin, erst mal kurz zu mir: ich mache seit 46 tagen eine diät, will auf 58 kilo kommen. ich bin schon sehr, sehr lange unzufrieden mit meinem gewicht, obwohl ich nicht direkt dick bin. aber ich habe halt schon gemerkt, dass nichts richtig sitzt, hosen kneifen usw...
früher, so mit 15, bin ich schon mal fast in eine essstörung geraten. habe versucht, abzunehmen, obwohl ich nicht dick, sondern im gegensatz zu manchen meiner spindeldürren freundinnen, normal war. dabei hab ich ziemlich übertrieben, aber mein körper hat das nicht mitgemacht und ich blieb, wie ich war. dann war ich ein jahr in kanada und das typisch nordamerikanische essen + mein frust, den ich dort teilweise hatte, haben mich zunehmen lassen. da habe ich mit 1,68 cm teilweise fast 70 gewogen und war damit sehr unzufrieden. immer dachte ich, alles definiert sich nur durch das gewicht, das aussehen...
zurück in deutschland habe ich - ohne absicht - wieder abgenommen und jetzt in den letzten 5 jahren immer zwischen 61 und 64 gewogen. im letzten jahr hat es sich aber verdächtig stabil auf 64 eingependelt und ich wollte wieder zurück auf 60, bzw. endlich einmal unter 60 kilo wiegen. das bin ich jetzt zum ersten mal richtig konsequent angegangen und habe in 46 tagen von den besagten 64 auf 61 kilo abgenommen. langsam, vernünftig, gesund und mit sport.
nun zum eigentlichen thema:
ich merke an mir, seit ich so sehr (und teilweise übertrieben penibel) auf meine ernährung achte, dass ich mich noch mehr zurückziehe, als es sowieso schon immer meine art war.
ich bin seit 3 jahren in therapie, weil ich zu depressionen neige und noch ein paar andere problemchen habe... aber seit der diät bin ich noch in mich gekehrter, ängstlicher, ruhiger und melancholischer. ich war mir immer sicher, wenn ich dünner wäre, wäre alles besser. der berühmte trugschluss! nix da! ich wiege über 3 kilo weniger und ich weiß, dass ich es unter die 60 schaffen kann, und trotzdem geht es mir nicht besser.
ich will auch nicht, dass meine mitmenschen mitbekommen, dass ich so konsequent "auf diät" bin, weil ich genau weiß, dass sie das nicht verstehen würden. aber ich will mich ja auch nicht auf 50 kilo runterhungern, sondern endlich diverse speckpölsterchen loswerden...
kennt jemand mein problem...? oder hüpft ihr alle glückselig und lebensfroh durch die welt, seit ihr am abnehmen seid?
viele grüße an alle,
mrs roberts
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