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03.08.2007, 16:35
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gesundes Fasten
Gesundes Fasten
Neuere Formen des Fastens, wie sie von Ärzten, Heilpraktikern, Fachpublikationen, Volkshochschulen und anderen Einrichtungen mehrheitlich empfohlen werden, haben nichts mehr mit den verstaubten Hungerkuren vergangener Epochen gemeinsam, bei denen ausser Wasser nichts getrunken oder gegessen werden durfte – und das unter Umstönden gleich über Wochen hiweg.
Eine Form des Fasten ist Soft-Fasten, ein abgemildertes Fasten, das, was den Speisezettel anbelangt, auch als niederkalorische Diät bezeichnet werden kann. Beim Soft-Fasten darf man insgesamt viel trinken, man „ist“ vitalstoffreiche Fastengetränke oder auch schonende Fastenspeisen, ergänzt zusätzlich mit Mineralstoffen und Vitaminen, Heilerde, Brottrunk und Milchzucker für die Darmflora. So kann Fasten sogar richtig Spass machen und auch von denjenigen praktiziert werden, die nicht gerade über eiserne Selbstdisziplin und unumstößliche Willensstärke verfügen.
Dabei ist das sanfte Fasten, wie die Forschung zeigt, nicht nur wesentlich angenehmer als die radikalen Hungerkuren von einst, sondern vor allem auch gesünder. Gerade in Zeiten des Nahrungsverzichts braucht der Organismus reichlich Vitalstoffe, z.B. in Form von Obst- und Gemüsesäften, um den sich einstellenden Fastenstoffwechsel optimal in Gang zu halten und keine Mangelzustände aufkommen zu lassen. Seit das Fasten auch wissenschaftlich untersucht wird, hat das strenge Wasserfasten mehr und mehr Zusätze wie Säfte, Brühen, Mineralstoffpräparate oder darmstimulierende Mittel erhalten, bis letztlich die heutigen Formen des Soft-Fastens erreicht wurden.
Bei einer der bekanntesten Methoden des sanften Fastens, dem so genannten Buchinger Fasten, wird auf die feste Nahrung vollkommen verzichtet. Dafür sind aber flüssige Kalorien in Form von Fastengetränken erlaubt: Obst – und Gemüsesäfte, klare Gemüsebrühen und (mit Honig gesüßte) Tees. Hinzu komm noch eine große Auswahl an nährstofffreiem Mineralwasser und ungesüßte Tees.
Weitere reine Trink-Fastenkuren sind z.B. das Rohsäftefasten nach Eugen Heun, das Fasten mit Gemüsesäften nach Rudolf Breuss oder das Molkefasten. Damit noch von Fasten gesprochen werden kann, ist darauf zu achten, dass täglich nicht mehr als etwa 300 flüssige kcal aufgenommen werden.
Wo kommt der Begriff „Fasten“ her??
Das Wort Fasten kommt von dem mittelhochdeutschen Wort „vaste“ für „fest“. Denn wer fastet, muss an den Fastengeboten festhalten. Vom Fasten ist das Wort Fastnacht (mittelhochdeutsch vastnaht) abgeleitet. Damit ist im katholischen Kirchenjahr die Nacht vor der Osterzeit gemeint, die mit dem Aschermittwoch beginnt und in der früherer Zeit bis einschliesslich Karsamstag dauerte. In den 40 Tagen vor Ostern musste man sich bestimmter Speisen – vor allem Fleisch – enthalten.
Unter den Begriff des Fastens fällt heute auch das Früchtefasten, bei dem bis zu zwei Pfund Obst am Tag gegessen werden dürfen. Fastenspeisen wie Säfte, Früchte oder Gemüsesuppen sind leicht verdaulich und haben gegenüber einer Nulldiät enorme Vorteile. Sie intensivieren die erwünschte Darmreinigung und liefern daneben lebenswichtige Vitalstoffe, Enzyme etc.. Zudem wirken sie im Organismus basisch und neutralisieren so beim Fasten frei werdende Säuren.
Weil man während einer solchen Art von Fastenkur gezielt wenig verzehrt und nicht etwa überhaupt nichts, wird auch einer bewussten und maßvollen Ernähungs- und Essweise für die Nachfastenzeit bestens der Weg bereitet. Denn der wirkliche Gewinn von jeder Fastenkur und auch Diät erweist sich erst dann, wenn sich neu angelernte Verhaltensweisen später auch im Alltag bewähren. Anderfalls kann es passieren, dass die Waage schon bald nach der Kur mehr Kilos anzeigt als zuvor, im Volksmund auch unter Jojo Effekt bekannt.
Fasten ist nicht hungern. Wie man am Speisezettel und an der Getränkekarte moderner Fastenkuren sieht, kann echter Hunger dabei eigentlich gar nicht aufkommen. Wer dennoch befürchtet, die knappe Verköstigung führt zu ständig knurrendem Magen, mag sich trösten: Während der Zeit des Nahrungsverzichts stell sich im Organismus ein spezieller Fastenstoffwechsel ein, der für eine positive Befindlichkeit sorgt und quälende Mangelgefühle gar nicht erst aufkommen lässt. Dies kann man nicht nur am eigenen Leib verspüren, sondern es ist auch wissenschaftlich begründbar. Kann der Organismus keine Energie aus der Nahrung beziehen, bedient er sich eben seiner Reserven. Für ein bis zwei Tage stehen ihm dazu Kohlenhydrate zur Verfügung, die in der Leber gespeichert sind. Es handelt sich dabei um Glykogen, einen stärkeähnlichen Mehrfachzucker, der zu Traubenzucker (Glukose) abgebaut wird, um unserem eigentlichen Energielieferanten. Sind die Sofortreserven erschöpft, wird die Energie aus den Langzeitspeichern bezogen. Das sind die Fettzellen, genauer gesagt die Fettsäuren, die dort für die Notzeiten eingelagert sind. Sie werden zu Ketosäuren umgebaut, die die Funktion des Traubenzuckers im Blut übernehmen und die Körperzellen mit Brennstoff versorgen. Dieser Vorgang wird innere Ernährung genannt.
Aus medizinischer Sicht kann Fasten vor allem bewirken, dass krank machende Ernährungsgewohnheiten überdacht bzw. ein für alle mal aufgegeben werden. Wer die wohltuende Wirkung des Fastens schon einmal am eigenen Leib verspürte, hat sich in der Folgezeit in aller Regel maßvoller und bewusster ernährt. Diese positive Wirkung des Fastens kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn die so genannten Wohlstandskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Arterienverkalkung die zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können, sind zum größten Teil auf eine falsche Ernährungsweise zurück zu führen. Nicht nur die Erfahrung der Fastenden, dass man ohne weiteres Nein zum Essen sagen kann, trägt zu so einer Verhaltensänderung bei. Auch die Sensibilisierung gegenüber allem Fetten, Süßen, Salzigen oder ganz allgemein zu üppigen Essen wirkt in diese Richtung. Nach einer längeren Fastenzeit hat man in den darauf folgenden Tagen automatisch wenig Appetit und kann auf eine große Portion Braten im Sahnesoße ganz leicht verzichten.
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Liebe Grüße
Manuela
Bescheidenheit ist die Kunst, andere herausfinden zu lassen, wie wichtig man ist.

Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden
oder
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht
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