Einzelnen Beitrag anzeigen
  #23 (permalink)  
Alt 05.06.2007, 09:45
Benutzerbild von Schnecke
Schnecke Schnecke ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 11.02.2005
Ort: Ankh-Morpork
Beiträge: 5.553
Geschlecht:
Zitat:
Welche Nahrung für mein Baby??

Künstliche Säuglingsmilchnahrung wird als Anfangsnahrung (Stufe Pre und 1) und Folgemilch (Stufe 2 und 3) angeboten. Der Muttermilch am ähnlichsten, da im Eiweiß adaptiert, ist die Pre-Nahrung. Sie kann und soll nach dem Bedarf des Babys gegeben werden, enthält keine leeren Kalorien durch Stärke oder Zuckerzusatz außer Milchzucker, dafür aber alle Nährstoffe und Vitamine, die ein Baby benötigt.

Pre-Nahrung ist für ein nicht-gestilltes Baby die verträglichste und bekömmlichste Ersatznahrung und kann - neben altersgerechter Beikost im zweiten Lebenshalbjahr - das gesamte Säuglingsalter hindurch gegeben werden, zumindest wird sie im ersten Halbjahr empfohlen.

Ebenfalls zu den Anfangsnahrungen zählt die 1-er Milchnahrung. Das enthaltene Eiweiß ist nur noch teiladaptiert, außerdem enthält 1-er Nahrung meist Stärke (einige HA1-Nahrungen entsprechen allerdings der Stufe Pre - beim Hersteller anfragen!).

Besteht der Bedarf kann die 1-er Milchnahrung nach der Pre-Nahrung das gesamte Säuglingsalter hindurch gegeben werden, die Mengenangaben auf der Verpackung sollten grob einhalten werden!

Folgemilch der Stufen 2 oder 3 sind aus ernährungsphysiologischer Sicht unnötig. Sie sind im Eiweiß nicht mehr adaptiert, enthalten Zuckerzusätze und oftmals auch chemische Aromastoffe. Mit dem Vorbild Muttermilch hat diese Milch nichts mehr gemeinsam. Oftmals fehlen sogar lebenswichtige Nährstoffe und Vitamine, weshalb Folgemilch grundsätzlich nur im Rahmen einer Mischkost gegeben werden darf - d.h. wenn mindestens 2 Milchmahlzeiten vollständig durch Beikost ersetzt sind. Es besteht sonst die Gefahr, dass das Baby zu dick wird: obwohl Folgemilch nur wenige Kalorien mehr hat als die Anfangsnahrungen; es handelt sich dabei um leere Kalorien! Die Trinkmenge sollte die auf der Verpackung angegebene deshalb nicht übersteigen.
Quelle

Zitat:
Präanfangsmilch
... ist die ideale Flaschennahrung für die ersten 4 bis 6 Monate. Bei ausreichender Sättigung kann sie aber auch bis zum Ende des 1. Lebensjahres gegeben werden.
[....]
Die Milch ist dünnflüssig wie Muttermilch. Sie muss mit einem Teesauger gefüttert werden, damit sich das Baby beim Trinken ein wenig anstrengt. Und sie ist leicht verdaulich - daher wird sich das Kind in kürzeren Abständen melden: etwa alle 3 Stunden.

Am besten lassen Sie es den Zeitpunkt seiner Mahlzeiten und die Trinkmenge selbst bestimmen. Pränahrung kann ein Baby nach Bedarf bekommen, ohne überfüttert zu werden.

Der Mahlzeitenrhythmus ist anfangs oft noch unregelmäßig, und das scheint Ihnen vielleicht zu mühsam.

Bedenken Sie aber, dass ein Brustkind auch ganz nach seinen Bedürfnissen ernährt wird. Dieses Recht sollten Sie Ihrem Kind ebenfalls gewähren.
Trinkt es die Flasche immer leer, bieten Sie ihm künftig etwas mehr Nahrung an.
Bleibt ein kleiner Rest übrig, können Sie sicher sein, dass Ihr Baby satt ist.
Quelle

Zitat:
Seit 1994 gelten in Deutschland für Babynahrung EU-Richtlinien. Danach werden die industriell gefertigten flüssigen Säuglingsnahrungen folgendermaßen eingeteilt:
Für die ersten vier bis sechs Monate gibt es die Säuglingsanfangsnahrung. Die Folgenahrung ist erst für Babys ab dem fünften Monat gedacht.
[...]
Bei Anfangsnahrungen vom Typ1 richtet sich die Trinkmenge nach Alter und Körpergewicht des Kindes. Die 1-er Nahrungen enthalten neben Milchzucker auch andere Kohlenhydrate und sind daher etwas sättigender. Diese sind jedoch nicht unbedingt notwendig - sie können ihr Kind bis zum fünften Monat auch mit Pre-Nahrungen füttern, brauchen dann aber vielleicht höhere Mengen. Bei der 1-er Nahrung sollten Sie sich bezüglich der Trinkmenge an den Packungsangaben orientieren oder gegebenenfalls mit ihrem Kinderarzt sprechen.
Quelle

Zitat:
Mit steigendem Alter des Säuglings benötigt er jedoch eigentlich weniger Kohlenhydrate (=Stärke) pro kg Körpergewicht, wodurch Folgemilch nur mästend wirkt. Des Weiteren ist Folgemilch nur noch teiladaptiert und somit schlechter verträglich für den Säugling.
Quelle

Zitat:
Produkte, die außer Milchzucker noch Stärke enthalten, führen die Ziffer „1“ im Namen. Sie sind sämiger und sättigen etwas länger als „Pre“-Nahrungen. „1“ Nahrungen dürfen noch weitere Kohlenhydrate enthalten; meistens werden Maltodextrine, selten Saccharose, also Haushaltszucker, zugesetzt. Für die gesunde Entwicklung des Babys sind diese Zucker nicht notwendig.
Quelle
__________________
Alle Dinge dienen dem Balken
Mit Zitat antworten