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Nachtrag: hab was schlimmes gelesen, es stimmt scheinbar doch..
Weniger Gehirnmasse durch Übergewicht (Quelle: Neurology 2004; 63: 1876-1881)
Wer über längere Lebenszeiträume übergewichtig ist, hat ein höheres Risiko,
im Alter dement zu werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein schwedisches
Forscherteam um Deborah Gustafson von der Universitätsklinik in Göteborg.
Gustafson und ihre Kollegen hatten 290 Frauen, die zwischen 1908 und
1922 geboren waren, über einen Zeitraum von durchschnittlich 24 Jahren
beobachtet und in regelmäßigen Abständen untersucht. Zu Beginn der
Langzeitstudie waren die Teilnehmerinnen zwischen 46 und 60, zum
Studienende zwischen 70 und 84 Jahre alt. Alle sechs Jahre unterzogen
sich die Frauen einer computertomografischen Untersuchung, um die
Gehirnmasse genau zu vermessen. Gleichzeitig wurde jedes Mal der
Körpermassenindex (BMI) bestimmt und die Frauen in normalgewichtig
oder übergewichtig eingeteilt.
Das Ergebnis: Je übergewichtiger die Frauen über längere Zeiträume waren,
umso stärker war der Schwund von Gehirnmasse im Alter. Der übermäßige
Verlust der grauen Hirnzellen wird mit der Entsehung von Altersdemenz
in Verbindung gebracht. Besonders ausgeprägt war die Hirnschrumpfung im
Temporallappen – ein Bereich des Gehirns, der eine wichtige Rolle spielt
für Sprache, Gedächtnis und Hören.
Warum Übergewicht offenbar zu einem stärkeren Gehirnschwund im Alter führt,
ist bisher noch unklar. Die Wissenschaftler der Universitätsklinik in Göteborg
vermuten, dass zum Beispiel eine frühzeitige Verkalkung der Gefäße, die eng
mit Übergewicht verbunden ist, zum frühzeitigen Abbau von Hirnsubstanz beiträgt.
Auch das bei Übergewicht vermehrt ausgeschüttete Hormon Kortisol könnte eine
Schädigung der Hirnsubstanz langfristig fördern. Hierbei handelt es sich aber
noch um Spekulationen, die durch weitere Untersuchungen geprüft werden müssen.
Aber noch ist nicht alles verloren, denn..
Mainz. Eine gerade veröffentliche Studie aus den USA weist erneut auf
ein niedriges Risiko für Alzheimer und Demenz-Erkrankungen bei mäßigen
Alkoholkonsumenten hin.
In vier Gemeinden der USA wird seit einigen Jahren die so genannte
"Cardiovascular Health Study" durchgeführt, eine Langzeitbeobachtung
an 5.888 Damen und Herren im Alter von über 65 Jahren. Unter anderem
werden die Teilnehmer regelmäßigen Tests zur Hirnfunktion und
Gedächtnisleistung unterzogen. Seit Beginn der Studie hatten 2.116
Teilnehmer neurologische Auffälligkeiten entwickelt. Von ihnen wurden
373 Teilnehmer ausgewählt, die zu Beginn der Studie völlig frei von
entsprechenden Symptomen waren, aber im Laufe der Beobachtungszeit
Demenz-Erkrankungen entwickelt hatten. Sie wurden mit gleichaltrigen
Studienteilnehmern ohne entsprechenden Befund verglichen. Zudem waren
ihre Trinkgewohnheiten erfasst.
Die Studie ergab, dass die lebenslang abstinent lebenden Damen und Herren
eine doppelt so hohe Erkrankungsrate an Alzheimer und Demenz im Vergleich
zu denjenigen Teilnehmern hatten, die sich täglich ein wenig Alkohol
genehmigten. Weintrinker zeigten die geringste Erkrankungsrate. Dieses
Ergebnis hatte auch noch Bestand, als man alle möglichen Einfluss- bzw.
Risikofaktoren für Demenz, wie Rauchen, Körpergewicht, Cholesterinspiegel,
Sozial- und Familienstatus etc. in die Risikoberechnung einbezog.
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