Ich bin im Grunde genommen ein Mensch, der an die Wissenschaften glaubt. Dennoch beschäftigt mich etwas in ei(ge)ner Sache, dessen wissenschaftliche Erklärung mich nicht zufriedenstellt. Es gibt nämlich Menschen, die (scheinbar) vom Pech verfolgt werden, so wie ich es einer bin.
Hier ein paar Beispiele der letzten Wochen:
Ich stehe mit meinem Liebling an einer Ampel (unüberschaubare Strassensituation, nachts, es regnet). Die Fussgängerampel ist rot, die Ampel für die Strassenbahn blinkt orange. Da ich mein Pech nicht herausfordern möchte, gebe ich zu verstehen, dass ich die Strasse erst überqueren möchte, wenn es grün geworden ist. In dem Moment fallen alle Ampeln aus. Wenige MOmente später fährt ein Van direkt vor mir durch eine riesen Pfütze. Wie mein Gesicht und die restliche Kleidung aussahen, brauch ich ja wohl nicht zu erklären
Ich entscheide mich, meine KV zu kündigen, da ich möglicherweise (sicher zu 95%, geschätzt

) für längere Zeit im Ausland leben werde, mit dem kein
Sozialversicherungsabkommen besteht und beschliesse, bis zur Reise und dem Wegfall des Versicherungsschutzes auch keine Vorsorge mehr wahrzunehmen, da ich ja sonst nie was habe. Zwei Tage später krieg ich höllische Schmerzen am Weisheitszahn, der im weiteren Verlauf zusammen mit dem Nachbarzahn entfernt werden muss.
Wenn ich mit meinen Freunden essen gehe, bin ich die einzige, der Suppe mit Haar serviert wird, und die Gabel kommt garantiert mit der Kruste vom Vorgänger.
Ich bin die einzige aus der Gruppe, deren Visum völlig unerklärlich aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnt wird.
Elektrogeräte, mein Lieblingsthema. Mir sind schon drölfzigtausend MP3 Player kaputt oder erst gar nicht angegangen. Ich bringe in unserem Haushalt regelmässig Lampen zur Explosion, wenn ich den Lichtschalter betätige. Ich bin es, die den Bug findet, der das Programm zum Absturz bringt. Und jeder noch so unauffällige Türpfosten findet garantiert irgendwann meinen Kopf.
Ich höre eher auf meinen Bauch, wenn ich wichtige Entscheidungen treffen muss und ich schätze mich als einen sehr intuitiven Menschen ein. Vielleicht beeinflusst das meine Wahrnehmung.
An dieser Stelle möchte ich noch sagen, dass mir bewusst ist, dass es Menschen gibt, die viel mehr Pech haben, die gesundheitliches und emotionales Leid ertragen müssen, und die jeden Tag mit dem Überleben kämpfen. Nichts desto trotz, das Pech schlechthin, unabhängig von der Ausgangssituation. Kann es einen verfolgen?
Haltet Ihr Euch eher für einen Pechvogel oder für ein Glückskind? Passieren Euch oft Dinge, die einfach nur spooky und mit Logik und Verstand nur schwer erklärbar sind? Ist es tatsächlich nur eine Frage der Wahrnehmung? Ist es vielleicht ein Lernprozess? Oder steckt dahinter mehr?