Hi Strenchen,
nun, was meine Mutter wog, kann ich nicht sagen, ich habe so vage in Erinnerung, dass sie sich mal auf die Waage stellte und reichlich entsetzt war. Sie konnte sich ihr Gewicht nicht erklären. Das war so in den letzten Jahren ihres Lebens, bevor sie einen Schlaganfall bekam und inzwischen ist sie verstorben.
Jedenfalls hat sie sehr gerne und viel gegessen. Und da ich vorübergehend nochmal bei ihr wohnte (obwohl ich damals 27 war) kann ich sagen, dass sie zu diesem Zeitpunkt ewig ans Essen dachte. Ewig die Frage, "was kann man denn jetzt noch essen." Ohne Übertreibung von mir.
Wenn ich an meine Kindheit denke, insbesondere an die Zeit, als ich anfing zu viel zu essen, muß ich sagen, mir das Essen nur einfach zu verbiten, wäre sicher nicht der richtige Weg gewesen, denn schon allein, da sie ja zunächst sagte, das sei zu viel, wenn ich nun schonwieder Suppe esse, rief in mir Protest hervor. Also aß ich dann schonmal aus Protest erst recht.
Sicher, sie hätte einach keine Suppe kochen können. Das wäre wohl besser gewesen, aber dann in Verbindung mit einem sachlichen Gespräch über gesunde Ernährung.
Aber das war wohl zu viel erwartet, wenn man ihre eigenen Essgewohnheiten bedenkt.
WAs ich damt sagen will, um es mal auf einen Satz zu reduzieren:
Ich denke, man sollte Kindern nicht alles zu essen geben, was sie wollen, ABER oder besser UND mit ihnen über Ernährung reden.
Süßigkeiten und auch hin und wieder was anderes ungesundes zu erlauben halte ich für angemessen, zumal gerade Verbotenes reitzvoll ist.
Schliesslich haben wir dieses Thema dann später in der Schule durchgenommen und ich begann, mich gesünder zu ernähren und das halt mir schliesslich auch beim Abnehmen.
Leider habe ich mir die Figur verhunst. Zumindest hat meine letzte Gewichtszunahme entscheidend dazu beigetragen und ich meine, das wär nicht in dem Maße passiert, wenn mir das falsche Essverhalten nicht anerzogen worden wäre.
In der Schule hatte ich ja das Glück, dass alle tollerant waren und ich nicht gehänselt wurde. Denn es war so schon schwer genug mit der Kleidung und den Schwierigkeiten beim Sport.