....na ja, noch nicht ganz, aber genau heute habe ich die 30 kg Abnahme voll.
Ende Februar diesen Jahres hatten wir den Tag X, den Tag, als ich auf die Waage stieg und meinen persönlichen Höchstpunkt erreicht hatte. Genau 92,0 kg

Bislang hatte mich mein Übergewicht nicht sonderlich gestört, es war halt ätzend, kaum was Nettes zum Anziehen zu finden, aber ansonsten gibt es ja schliesslich wichtigere Dinge, als einem überzogenen Schönheitsideal nachzueifern.
Als ich dann aber die Anzeige 92 kg mich anstrahlen sah, wurde mir dann doch etwas anders. Wenn ich nichts unternehmen würde, würde ich irgendwann mal über 100 kg wiegen, und das wollte ich nun auch nicht.
Also dachte ich mir: ok, ein paar kg können runter, damit ich wieder etwas Spielraum habe. Ein Flexpoints-Programm hatte ich schon zuhause, und ich habe mich ganz langsam reingearbeitet. Ekeligerweise wollte das Programm, dass ich mindestens auf 84 kg abnehmen sollte (BMI unter 30). So viel wollte ich ursprünglich gar nicht abnehmen, aber ok, es ging ja auch um die Gesundheit.
Die erste Zeit mit WW fiel mir nicht leicht. Mir war oft flau, ich hatte Hunger, mir ging es einfach nicht gut. Ich war konsequent, habe aber immer versucht, auf meinen Körper zu hören und evtl. auch mal was anders zu machen, als das WW-Konzept es als richtig erachtet. Aus dem Grunde habe ich gerade zu Anfang ein paar Punkte mehr gegessen, damit es mir bei der Abnahme besser ging.
Nach zwei Wochen hatte ich mich schon besser an die neue Ernährung gewöhnt, so dass ich die Extra-Punkte nicht mehr brauchte.
Solche Situationen gab es immer wieder mal, wo ich meine persönliche Lösung finden musste, besonders bei den Zehner-Gewichts-Sprüngen, wo bei WW die Punktzahl reduziert wird.
Bis ich die 84 kg erreicht hatte (was sehr schnell ging), hatte ich mich voll und ganz an die neue Ernährung gewöhnt, und ich wurde immer anspruchsvoller in meiner eigenen Zielsetzung.
In den ersten fünf Monaten habe ich bereits 24 kg abgenommen. Anschliessend fuhr ich für einen Monat in Urlaub, habe dort nicht gezählt und auch gut gegessen, und kam zwei kg schwerer wieder zurück. Das war ok für mich. Ich hatte mit einer höheren Zunahme gerechnet
Danach fiel es mir wieder schwerer, mit den wenigen Punkten klarzukommen, zumal ich mittlerweile unter 70 kg wog und auch nicht mehr soo fürchterlich viele Punkte zur Verfügung hatte. Also hab ich wieder hin und her überlegt, und bin schon mal in die "halbe Erhaltung" gegangen, d.h. ich habe eine bestimmte Punktzahl mehr gegessen, aber weniger als das, womit die Erhaltung bei WW beginnt. Mit dieser Punktzahl habe ich dann noch mal etwas abgenommen, aber es ging schleppend. Ich hatte mal eine Woche Stillstand dazwischen, dann ging es wieder etwas runter.
Eigentlich war ich noch nicht an meinem Ziel angelangt, hatte aber auch keine Lust, mich selbst zu kasteien für ein paar Kilöchen, die mir noch zu meinem Ziel fehlten. Ich gefiel mir optisch, auch wenn es noch "Verbesserungswünsche" gab.
Also bin ich mit ca. 64 kg, das war im Oktober, endgültig in die Erhaltung gegangen und habe in dieser Zeit die restlichen zwei kg noch abgenommen. Auch hier halte ich mich wieder nicht strickt an WW (wo man seine Punktzahl erst erhöhen darf, wenn man wieder so und so viel abgenommen hat), sondern erhöhe meine Punktzahl auch, wenn ich nicht abgenommen habe. Es ist mir wichtig, meinen Stoffwechsel wieder so richtig in Gang zu bringen, und ich bin mir nicht sicher, ob das so funktioniert hätte, wo ich mit den vielen Punkten weniger schon so schleppend abgenommen habe. Mittlerweile esse ich so schätzungsweise (genau weiss ich das nicht, ich zähle ja Punkte und keine Kalos) knapp 2000 kcal am Tag und halte damit mein Gewicht bzw. nehme immer noch leicht ab. Ich bin mal gespannt, wie viel ich die Energiezufuhr noch steigern kann
Für die Zukunft habe ich mir die magische Obergrenze bei 65 kg gesetzt. Sobald ich die erreicht habe, muss ich wieder konsequent WW machen. Ich habe vor, in der ersten Zeit noch weiter Punkte zu zählen (im Kopf überschlagen reicht aber aber, ich muss nicht mehr alles akribisch aufschreiben), und dann irgendwann mal dazu überzugehen, mich regelmäßig zu wiegen, und daran zu merken, wann ich was wie ändern muss.
Ausserdem lege ich den Schwerpunkt jetzt mehr auf den Sport, der dazu dienen soll, letzte Problemzönchen (die man halt so mit mitte dreissig hat und wohl auch nicht beseitigen können wird

) zu mildern.
Ich könnte es mir auch noch vorstellen, irgendwann noch mal ein ganz kleines bisschen abzunehmen, noch mal unter 60 kg zu kommen wäre schon toll. Bin mir in der Hinsicht aber auch nicht so sicher. Es ist halt die Frage, ob es wirklich toller aussieht, die paar Kilos weniger zu haben.
Mein Weg hier wird weitergehen. Ich muss weiter daran arbeiten, meiner Ernährung den richtigen Stellenwert zuzuordnen. Ich möchte nicht mein Leben lang über jedes Plätzchen, das ich esse, nachdenken müssen, ob es jetzt gerade ok ist, dieses zu essen oder nicht, aber ich möchte auch nicht jedes Jahr wieder ein paar Kilo zunehmen, bis ich irgendwann wieder in die Sachen reinpasse, die ich vor 9 Monaten tragen musste.