Einzelnen Beitrag anzeigen
  #2 (permalink)  
Alt 14.05.2006, 21:11
Gast30
Gast
 
Beiträge: n/a
Hallo Nicolinchen !

Erfahrungen mit Elian habe ich leider nicht und so musste ich mir mal die Zusammensetzung des Produkts anschauen, bevor ich Dir etwas darübr aussagen konnte...

Also - Hauptbestandteil ist "Helianthus tuberosus"; eine Pflanze, die auch unter der Bezeichnung "Topinambur" in der Naturheilkunde bekannt ist. Eine schöne deutsche Bezeichnung lautet auch "Erdbirne", wobei die Pflanze allerdings nichts mit den gleichnamigen Früchten zu tun hat.
Sie gehört in die Familie der Korbblütengewächse und ist sehr eng mit der Helianthus annuus - der Sonnenblume verwandt. Wie diese hat sie sehr große Blätter und kräftig-gelbe Blüten und so ist ein weiterer Name für die Tobinambur auch "Kleine Sonnenblume"...

Verwendet werden jedoch weder Blätter noch Blüten, sondern die kleinen kartoffelähnlichen Wurzelknollen, die sich in der Erde befinden und man kann Selbige übrigens auch sehr gut in der Küche verwenden und auch wie Kartoffeln zubereiten...
Die rohe Tobinambur besitzt einen feinen und nussartigen Geschmack und man kann sie roh, aber auch gekocht zu sich nehmen. Auch in Verbindung mit Frischkostsalaten ist sie eine delikate Angelegenheit und gut passt sie auch zu milchsaurem Gemüse. Neben dem nussigen Geschmack fällt auch ein leichtes Spargelaroma auf, was durch die feinen und unterirdischen Triebe hervorgerufen wird - in einer Kräuter-Sahne-Mayonnaise einfach hinreissend lecker...


Die Topinambur besitzt sehr reichhaltige und tolle Inhaltsstoffe und bemerkenswert ist vor allem der hohe Kaliumgehalt der Frucht; ebenso enthalten sind die Mineralstoffe Magnesium, Calzium, Schwefel, Kieselsäure und Eisen, sowie Phosphor und eine Reihe von Vitaminen wie Karotin, B1, b2, B6, Nicotinsäure, Vitamin C, D, Inusit und Biotin. Frucht- und Traubenzucker sind in einer ähnlichen Mischung vorhanden wie im Honig Von großem Wert ist die Topinambur auch für Diabetiker. Gibt man während dem Kochvorgang etwas Zitronensaft zu, so kann man den recht kräftigen Süßgeschmack etwas neutralisieren; dass Gemüse schmeckt dann ein wenig nach einer Mischund aus Schwarzwurzeln und Artischocken...

Sodelle... - ...aber das wolltest Du wahrscheinlich gar nicht alles so genau wissen und es beantwortet auch nicht Deine Frage... :shock:

Das in medizinischer Hinsicht wichtigste Bestandteil der Topinambur ist das sogenannte "Inulin", was man bitte nicht mit dem ähnlich klingenden Hormon der Bauchspeicheldrüse "Insulin" verwechseln darf. Beim Inulin handelt es sich nämlich um ein Polysaccharid - also ium eine Mehrfachzuckerverbindung - ein Kohlenhydrat - und das Inulin setzt sich aus über 90 verschiedenen Einfachzuckern, in der Hauptsache Fructose, zusammen und es ist nahezu unverdaulich; kann jedoch vor allem von Milchsäurebakterien im menschlichen Darm dennoch zersetzt werden.
Bei einer gesunden Darmflora wird während dem Verdauungsvorgang u.a. der ph-Wert gesenkt, so das fremdartige Bakterien nur schlechte Lebensbedingungen genießen. Die Milchsäure schafft jedoch ein insgesamt saureres Millieu und hierdurch wird die Aufnahme von basischen Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Eisen verbessert, was z.B. der Osteoporose vorbeugen kann.
Durch das Inulin kommt u.a. auch jener leicht süßliche Geschmack der Topinambur zustande und das Inulin sorgt darüber hinaus für ein starkes Sättigungsgefühl. Bei Diabetikern und auch bei übergewichtigen Menschen soll Inulin zudem verantwortlich dafür sein, dass der Drang nach Süßwaren erhebliche Abschwächung erfährt, doch der letztendlich wissenschaftliche Beweis hierfür steht derzeit noch aus.

Allerdings sollte man es keinesfalls übertreiben, denn wenn man Präparate dieser Art und besonders solche mit kräftigem Inulingehalt in größeren Mengen, bzw. in größerer Dosierung zuführt, so muss man bedenken, dass die Zersetzung des Inulin gasförmig verläuft und bei einer eben zu starken Substitution die probiotische Wirkung eben umgekehrt werden kann. Es kommt zu Blähungen und Durchfällen...

Ein weiterer Bestandteil ist "Petroselinum crispum" - schlicht auch als Blattpetersilie bekannt ...

Weiter findet sich Kartoffelstärke, sowie Magnesium und alles in Allem kann ich mir im Moment zumindest keine Kontraindikation vorstellen. Du kannst dieses Präparat also durchaus mal eine Weile zu Dir nehmen und wenn Du erfolgreich sein solltest, uns hier davon berichten...

Zum Helianthus tuberosus fällt mir nur noch ein, dass man es während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht, bzw. nur nach ärztlicher Abklärung zu sich nehmen sollte und der Hersteller gibt ebenfalls an, dass es wegen fehlender Studien nicht bei Kindern unter 6 Jahren angewendet werden soll. Was diese Sache mit den Schwangeren anbelangt, so erinnere ich mich an eine Studie der Uni-Düsseldorf, in der es um die Möglichkeit einer "postprandiale Hypoglykämie" ging - einer Form der Unterzuckerung, die mit der Insulinproduktion des Körpers im Zusammenhang steht und somit einer Wirkung, die man auch der Helianthus tuberosus nachsagt. Die Begründung für jenen Warnhinweis vermute ich ergo auf dieser Schiene, doch das wird nun zu speziell und wenn Du nicht schwanger bist, so ist das für Dich eh nicht von Interesse...

Ob es Dir letztendlich beim Abnehmen helfen wird, kann ich leider aus der Ferne und so aus dem Bauch heraus nur schlecht beantworten. Schaden wird es Dir sicherlich nicht, doch wie ich bereits häufiger ausgeführt habe, könntest Du die gleiche Wirkung sicherlich auch durch eine grundlegend gesunde Ernährungsweise erfahren - was nebenher bemerkt ganz sicher auch etwas preisgünstiger und wohlschmeckender wäre. Grundsätzlich - und das muss ich an dieser Stelle aber auch nochmal betonen - rät der Thommy von Appetitzüglern ab ! und wenn keinerlei Ernährungsumstellung, sowie ein Umdenkprozess in den Lebensbedingungen einher geht, so wird der Erfolg auch kaum erkennbar verlaufen.

Ich hoffe mal, dass Dir diese Info's ein wenig weiter helfen...

lg Thommy... :gf:
Mit Zitat antworten