Ich habe neulich ein Gespräch mitbekommen, das mich ein bisschen nachdenklich gemacht hat.
Es ging um die störende Tierwelt, die sich vor der Haustür findet. Da wurde geschimpft über die Krähen, die sich manchmal an den gelben Säcken zu schaffen machen. Und - Um Himmels willen - irgendwer hatte einen Waschbären bei der gleichen Tätigkeit gesehen.
Bloß kein Wespennest in der Nachbarschaft. Das ist ja grauslig. Und noch schlimmer: Da hatte doch jemand eine Hornisse gesehen.
Jemand hat ein Schwalbennest direkt über dem Wohnzimmerfenster und fragt, wie man so eine Schweinerei denn verhindern kann. Mitten zwischen den Geranien hat sich eine Drossel erdreistet, ihr Nest zu bauen.
Im Garten wurde dann aber doch ein Meisenkasten angebracht. Aber in der sich aber kackfrech ne Hummel eingenistet. Sowas geht ja gar nicht!
Und welch grausligen Lärm doch ein Igel machen kann, wenn er sich unter dem Schlafzimmerfenster rumtreibt.... Aber Schneckenkorn wird großzügig verteilt.
Und abends, wenn auf der Terrasse eine Kreuzspinne in ihrem Nest auf Beute wartet, bricht eine regelreche Panik aus.
Da geht man doch lieber rein, schaut die Tiersendungen im Fernsehen und verschickt niedliche Bilder von Hunde- und Katzenbabys per E-mail.
Eigentlich sollte man doch froh sein, wenns vor der Haustür auch noch ein bisschen Leben gibt. Oder nicht?
Grüßle
Neph