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Alt 03.07.2009, 22:52
katie75
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Zitat von Dryali Beitrag anzeigen
...hat man sich selbst eingeholt beim Geschlechtsverkehr...
Puh... Das klingt so sehr nach "selbst schuld", und "angesteckt" - muss aber absolut nicht so sein! Wer weiß, wie lange die Viren schon in dir oder deinem Partner "geschlummert" haben, ohne dass es zu ahnen war. Wenn man irgendwann lange mit einem Partner zusammen ist, und nicht mehr mit Gummi verhütet, ist es überhaupt nicht unwahrscheinlich, dass man die Viren überträgt/übertragen bekommt, zumal die meisten Menschen (auch Männer!) nicht mal wissen, dass sie den Virus transportieren!

"Die genauen Ursachen für die Entstehung von Zellveränderungen am Genitale sind noch nicht abschließend erforscht. Seit ca. 20 Jahren weiß man, daß eine Infektion mit Viren, sogenannten Humanen Papilloma Viren (HPV) eine bedeutende Rolle bei der Entstehung von Zellveränderungen am Muttermund spielt. Weitere Faktoren, wie Infektionen und Schwäche der Immunabwehr können Zellveränderungen begünstigen.

Seit Anfang der 80er Jahre ist bekannt, dass eine Infektion mit HPV ein wichtiger Faktor für das Entstehen von Zellveränderungen am Muttermund und das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs ist. Die HPV-Infektion ist eine sehr häufige, sexuell übertragene Infektion. Die Durchseuchung mit dem Virus ist sehr hoch, vor allem bei jungen Frauen. Hier sind nach neueren Daten bei circa 30 % der Frauen diese Viren nachweisbar. Man schätzt, dass etwa 80 % der Frauen irgendwann in ihrem Leben eine HPV Infektion erleben. Die Mehrzahl der Infektionen ist meist vorübergehend und asymptomatisch. Viele dieser Viren sind harmlos (sog. „Low Risk HPV), andere (sog. „High Risk HPV“) können aber zu Zellveränderungen am Muttermund führen. In der überwiegenden Zahl der Fälle (bis zu 80%) gelingt es dem körpereigenen Immunsystem, das Virus zu eliminieren. Allerdings entwickeln ca. 10 - 20 % der Frauen mit einer „High Risk“ Infektion und Persistenz des Virus über 2-3 Jahre eine Krebsvorstufe (CIN). Auch diese Vorstufen bilden sich oftmals spontan zurück. In 1 – 2 % der Fälle muß bei langjähriger Persistenz von „High-Risk“ Viren mit der Entstehung eines Gebärmutterhalskrebses gerechnet werden. Hier läßt sich dann in nahezu 100 % das Virus nachweisen. HPV führt also nur in den wenigsten Fällen zu einer Krebsentstehung, ist aber Voraussetzung, dass Gebärmutterhalskrebs überhaupt entstehen kann."