mein vater ist auch akademiker und ich bin sicher nicht arrogant

aber das nur am rande...
ich denke ebenso wie die anderen: du musst mit deinem beruf/ deinem studium schon klar kommen. es ist zwar heutzutage total wichtig, einen abschluss zu haben, aber wenn du unglücklich bist, dann wirst du diesen ja auch eventuell nicht bekommen...
ich habe damals nach dem abi eigentlich studieren wollen, allerdings brotloses. da hat mein vater mich dann überzeugt, dass es nichts bringt, glücklich zu sein, aber dafür zu hungern oder vater staat auf der tasche zu liegen. also habe ich eine solide ausbildung gemacht. ich war am anfang richtig schlecht. einfach, weil mir dieser beruf nichts gab, ich mich für politik und steuerrecht einfach nicht so interessiert habe. ich stand dann nach 1,5 jahren und einer 6 in der zwischenprüfung genauso da wie du: zweifelnd. aber letztendlich wollte ich den beruf wenigstens zu ende lernen, denn abbrechen sieht ja doch manchmal etwas doof aus. jedenfalls hab ich mich berappelt und die ausbildung verkürzt und sehr gut abgeschlossen. ich kann was ich mache und ich war lange zeit die umsatzstärkste kraft in unserer firma. das gibt dir rückenwind, der erfolg sorgte dafür, dass ich es gut fand.
nun, dann bin ich nochmal 2 jahre samstags zur schule und habe jeden abend nach der arbeit gelernt um den nächsten titel in meinem beruf zu bekommen. das war hart, wirklich hart. geschafft habe ich es eben so. aber geschafft. leider hat das alles versaut. ich bin 26, habe eine fortbildung in dem job, der mich nervt und habe einfach keine lust mehr. keine motivation, keinen spaß, einfach nichts.
für mich steht fest: ich will was anderes machen. ich scheiße aufs geld und darauf was andere sagen. nur habe ich derzeit nicht die möglichkeit. aber irgendwann-und das steht fest- werde ich einen ganz anderen weg gehen

bis dahin heißt es zähne zusammen beißen.
was ich damit sagen will: wenn dir das fach/ der bereich nicht liegt, dann wechsel so es irgendwie geht. wenn du aber unsicher bist, dann zieh es durch, ein abschluss ist wichtig. aber nicht um jeden preis. du musst dich selber fragen, ob dich das recht unglücklich macht, oder ob es dir grade nur etwas zu anstrengend ist...
ich wünsche dir in deiner entscheidung viel glück, und eine versagerin bist du in meinen augen nicht, wenn du den mut hast etwas zu verändern, wenn du unglücklich bist
