Ich kann diesen ganzen "Begeisterte-Mütter-die-es-der-ganzen-Welt-aufdrängen-müssen"-Krempel auch nicht ausstehen, und ich mag es nicht, wenn meine Mutter detailiert zum xten Mal beim Essen meine Geburt schildert und generell dieses ganze Baby-Heiteitei.
Aber die Kinder können nichts dafür, wie ihre Eltern sich gebärden. Kinder sind Kinder, die werfen nun mal Eis auf den Hund, die machen Sachen kaputt und schmutzig usw..und das finde ich absolut nicht schlimm. Sie erinnern uns imho daran, alles nicht so eng zu sehen, und wenn ein süßes kleines Kind mich fröhlich anlächelt, dann freue ich mich darüber und schaue nicht auf seine Schuhe, die vielleicht Abdrücke irgendwo hinterlassen, von denen zweifellos die Welt untergeht.
Ich finde Erwachsene beängstigend (und hier spreche ich niemanden speziell an), die so furchtbar förmlich sind, von ihren Kindern verlangen, dass sie quasi nicht da sind (also keine Spuren hinterlassen und die Klappe halten, keinen Lärm machen usw.) und irgendwelche Lappalien des Lebens so furchtbar wichtig nehmen, dass sie kindliches Verhalten fast hassen. Ablehnung von Kindern und Kindlichkeit ist für mich der Inbegriff für Spießertum, Kleinbürgerlichkeit, Prinzipienreiterei, Verkrampftheit, Frustration usw...schön fleißig geschürt bringt all dies Hass hervor, der, wie wir alle wissen, auf persönlichen Defiziten beruht, die auf Teile der Außenwelt übertragen werden, welche dann das Feindbild darstellen. Eigentlich hasst man diese Teile an sich selbst. Warum auch immer.
Schönen Abend!
PS: Ich finde übrigens auch, dass es schönere Anblicke gibt als Stillen in der Öffentlichkeit oder ein bauchfreies Top an einer schwangeren Frau, aber Himmel, es sind immer noch Menschen und menschliche Körper, Bilder, die man schon hunderttausendmal gesehen hat. Für mich kein Grund, diese überhaupt großartig zur Kenntnis zu nehmen.