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Alt 02.05.2008, 21:00
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Registriert seit: 14.04.2008
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Ich habe vor zwei Wochen mit meiner Ernährungsumstellung angefangen. Und ich muss sagen, es ist nach meinem Empfinden (!) tatsächlich teurer wenn man sich gesund ernähren möchte. Putenfleisch, fettreduzierter Joghurt, Truthahnaufschnitt und natürlich frisches Obst und Gemüse. Nur um einige zu nennen. Und ich möchte auch direkt erwähnen, dass ich sicherlich noch einiges lernen muss. Aber ich lasse mir Zeit zum einkaufen und vergleiche schon relativ viel und sehr genau. Und es sollte ja auch irgendwie noch schmecken...

Mein Freund und ich studieren beide. Wir achten bei allen Bereichen (!) auf unser Geld - weil wir auch gar nicht anders können. Wir haben beide einen günstigen Handyvertrag, einen günstigen Telefon- und Internetanbieter, kein Kabelanschluss sondern Antenne, haben die Heizung kaum angehabt außer im Bad, gehen nicht mehr so oft weg, weil uns die Getränke zu teuer sind (Discos mit Eintritt meide ich seit eh und je), haben kein Auto, Enrgeisparlamen, ...

Das was wir uns gönnen ist zum einen unsere Wohnung (knapp 400€ warm), unsere Einrichtung die wir nach und nach kaufen (also wirklich nach und nach - halbwegs vernünftige Möbel sind teuer), den Hamster zu verwöhnen (sicherlich kein Hund o.ä., aber die richtige Einstreu, etc. kann auch teuer sein) und - auf die Gefahr hin, dass ich negative Antworten bekomme - Zigaretten. Diese natürlich auch in Maßen, wir sind keine Kettenraucher. Zudem möchten wir gern einmal im Jahr einen billigen "Urlaub" machen. Letztes Jahr wars Dänemark im Selbstversorgerhaus mit mitgebrachten Nahrungsmitteln vom heimischen Aldi und Co.

Nachdem Wohnung, Handy, Internet, Telefon, Krankenkasse, Unterlagen für die Uni (mein Freund als Germanist hat es da mit dem Bücher kaufen nicht leicht), Hamster, Urlaubsspardose und eigenes Geld abgezogen sind (man möchte auch leben, sich anziehen, etc.) bleiben noch 200 Euro für die Haushaltskasse. Nicht nur Nahrung, auch Putz- und Waschmittel, etc. Und wir gehen beide nebenbei arbeiten! Natürlich könnte man sicherlich noch irgendwo sparen, aber wenn man das eh schon macht und weiß, dass man nach dem Studium keinen sicherern Job, dafür allerdings 10.000 Euro Schulden hat, möchte ich mich ehrlich gesagt nicht noch mehr einschränken.

Billiges Essen ist also nicht immer eine Ausrede. Und ich denke auch, dass sie das nicht oft oder meistens ist! Wenn man in unsere Wohnung kommt könnte man z.B. sagen "Wer ein Klavier hat, zwei Notebooks, etc. der hat auch genug Geld zum essen". FALSCH!!! Wer weiß denn wann die Sachen angeschafft worden sind, ob es Geschenke waren, ob sie tatsächlich notwendig sind und nicht nur reine Dekadenz (ja, wir brauchen ZWEI Notebooks) oder wie lange man gespart hat um sich was zu leisten?

Ich möchte niemanden hier angreifen und stimme sehr vielen Meinungen hier zu. Ich wollte lediglich einmal aufzeigen, dass es einigen Leuten tatsächlich finanziell nicht so gut geht und sie daran nicht einfach etwas ändern können - es sei denn, man verzichtet (noch mehr) auf Freizeit, soziale Kontakte und Wohlbefinden.

Ich hoffe, es fühlt sich niemand angegriffen oder gelangweilt durch meine Antwort. Das war nicht meine Absicht...

Liebe Grüße!
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