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Hier auch mal was Positives
Lichtermeer in Amstetten: "Näher zusammenrücken"
29.04.2008 | 21:13 |
Mehr als 200 Personen waren bei der Veranstaltung. Die Bevölkerung sei nun gefordert, "zu helfen und solidarisch zu sein".
Ein "Lichtermeer" ist Dienstagabend angesichts der dramatischen Vorfälle in Amstetten am Hauptplatz abgehalten worden. Mehr als 200 Personen aller Altersschichten waren dem Aufruf gefolgt. Vor allem viele Kinder und ältere Personen waren trotz strömenden Regens gekommen. Pfarrer Peter Bösendorfer meinte in einer Ansprache, es gelte in den nächsten Tagen "näher zusammenzurücken".
"Betroffenheit, Trauer, Wut, vielleicht auch Hass hat uns in den vergangenen Tagen begleitet. Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass es in unserer Stadt etwas gibt, dass wir nicht fassen können", so der Geistliche. Die Bevölkerung sei nun gefordert, "zu helfen und solidarisch zu sein, dass für die Kinder und Frauen ein Leben möglich wird", meinte der Pfarrer.
Positiv wirken
Veranstaltet wurde das Lichtermeer von der erst am Dienstag gegründeten Initiative "Gemeinschaft menschlich berührt". Ins Leben gerufen wurde diese von zwei Müttern, die mit den Vorfällen direkt gar nichts zu tun gehabt hätten. "Wir wollen positiv wirken, Anteilnahme ausdrücken", so eine der beiden: "Wir sind da". Die Gruppe bestehe aus "menschlich berührten Bürgern". Zudem soll dem durch Medien entstandenen Eindruck über Amstetten entgegen gewirkt werden.
Speziell viele Kinder und Pensionisten waren zu der Veranstaltung gekommen, bei dem auch Lieder von einem Chor vorgetragen wurden. Teils waren die Kerzen in Holzlaternen geschützt. Wer zunächst ohne Kerze den Hauptplatz besucht hatte, erhielt eine von den Mitgliedern der Initiative. Das Medieninteresse an dem Lichtermeer war groß, der Veranstaltung tat dies jedoch keinen Abbruch.
Quelle: DiePresse.com
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