komischerweise gibt es wenige menschen, die im richtigen moment auch mal nein sagen können, finde ich... die einen kommen mit ihren ellenbogen durchs leben und sind sich immer selbst der nächste, die anderen denken erst an andere, dann an sich..
ich selber glaube oft, kein "ja"-sager zu sein und kritisiere z.b. meine mutter, wen sie mir wieder ihr leid klagt und sich ärgert, ausgenutzt worden zu sein. aber bei längerem nachdenken tendiere ich in die gleiche richtung.
das blöde ist, dass man oft nicht so schnell überlegen kann... sonst ist man zwar nicht "auf den mund gefallen", aber wenn es darum geht, im entscheidenden moment "nein" zu sagen, fällt einem nix ein und im nachhinein ärgert man sich...
bei mir persönlich habe ich die grenze gefunden, zwar hilfsbereit zu sein, sich aber nicht ausnutzen zu lassen.
beispiel gesangsverein: bei "events" werden kuchen gebraucht, die von den chormitgliedern gebacken werden müssen. beim erstemn mal habe ich natürlich ja gesagt, beim zweiten mal auch, beim dritten mal war es quasi eine selbstverständlichkeit, und beim vierten mal habe ich gemerkt, dass es zuviel ist, die ganze woche zu arbeiten, und für samstag morgen einen kuchen zu backen.
daher habe ich meinen sangeskollegen mitgeteilt, doch erstmal DIE leute zu fragen, die nicht arbeiten (und das sind bei uns 90 %). ob man mich wirklcih verstanden hat, weiss ich nicht, war mir aber auch egal, denn jetzt habe ich diesbezüglich meine ruhe
das war vielleicht nicht ein allzugutes beispiel, aber es soll zeigen, doch mal NEIN sagen zu können.
auch wenn im ersten moment die mitmenschen vielleicht (ungerechterweise) beleidigt reagieren, im nachhinein ist es dann aber doch nicht schlimm...
wenn man das gefühl hat, ausgenutzt zu werden, sollte man aber auf jedenfall was ändern, sonst macht man sich nur kaputt...