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gestern bei beckmann: Thema Magersucht !
gestern bei beckmann: Thema Magersucht!
gestern zu gast bei beckmann: horst janson und seine ( ehemals )magersüchtige Tochter. Als ich ihre Bodymasse hörte, musste ich sofort nachrechnen ....
1,76 m groß,
41kg in schlimmster magersuchtzeit,
macht einen BMI von 13,2 ....ich musste kurz inne halten.
Horst janson betonte mehrmals dass seine tochter in ihrer gesunden zeit immer ca. 55 kilo gewogen hatte, was mich immernoch grübeln lies, denn dies macht einen BMI von 17,7 - das ist ja immer noch deutliches untergewicht.
ich fand es ganz spannend wie sie (ich glaube sie heißt jana) versuchte ihre gefühle und einstellungsveränderung auf dem weg in die magersucht zu beschreiben: das gefühl etwas schlechtes unrechtes zu tun, angst zu haben, eine innere stimme die sie immer wieder quält und letztlich die oberhand über ihr handeln bekommt - besonders auf dem weg zurück in etwas mehr gewicht. die ganze zeit unterlegt mit betroffenen, mitfühlenden blicken von beckmann und einem anderen talkgast. und nach ebenfalls viel interesse meinerseits, kam langsam eine beklemmung und unverständnis in mir auf.....
ich meine, alle reden über magersucht, essstörung, und wie schlimm und tragisch das ganze ist, wenn zu hauf junge mädchen und frauen abmagern aus psychischen problemen oder falschen idealvorstellungen heraus. man hört von anti-magersucht-gesetzen, die bald für viele internationale laufstege gelten sollen... aber wo bleiben bei der ganzen sache, die jungen mädchen und frauen mit dem problem übergewicht oder gar adipositas? ..ich habe starkes übergewicht, man nennt es auch adipositas bei meinem BMI, aber bin ich fettsüchtig, bin ich krank? das wort fettsucht finde ich total unangemessen, ich bin doch nicht süchtig nach fett! ....letztlich habe ich doch das selbe problem wie diese jana: übergewicht ist meist auch resultat einer essstörung. ich weiß nicht wie man richtig isst, habs als kind nie wirklich gelernt, es gab bei uns immer süßes, obendrein noch familiäre probleme, keine zeit der eltern zu kochen ...und auf einmal stellt man mit 15 fest, man ist dick und wiegt 20kilo zuviel. der einzigste unterschied zu dieser jana ist der, dass sich diese "fettsucht" bei mir schon seit frühester kindheit entwickelt hat, aber sonst ist es das gleiche problem der essstörung. ich habe auch angst vor chips und co., aber mehr wohl vor dieser inneren stimme, die ihr bestimmt auch alle kennt: und plötzlich hat man hunger auf irgendetwas und dann - manchmal - dann schaufelt man einfach und hat einen sogenannten heißhunger und hinterher ist man enttäuscht und schämt sich. und im moment versuche ich dasselbe (nur in umgekehrter weise) wie diese jana, ich versuche gegen mein essens-unwissen und besonders gegen diese innere stimme anzukämpfen und abzunehmen...
aber wisst ihr was mich daran am meisten nervt, gestern wiedermal gesehen zu haben, wie tragisch magersucht bei jungen frauen ist, aber übergewichtige, was ist mit denen? die gelten weitläufig als faul und träge und hässlich und gar nicht als tragischer fall sondern als abstoßend, undiszipliniert, vielleicht sogar noch dumm! im fernsehn sieht man (z.b. vor kurzem auf vox) "der 200kg-teenager" oder besseressen mit dicken 8-jährigen, die aufeinmal ihr ganzes "faules" leben ändern sollen, obwohl sie selbst meist noch gar nicht verstehen, was dicksein bedeutet außer vielleicht gehänselt zu werden. ich wurde nie gehänselt in der schule, man hat mich auch auf dem gymnasium nie gemobbt. ich war selbstbewusst und lustig und eben etwas kräftiger - und irgendwann begriff ich, ich bin dick..
aber warum setz man sich so wenig für übergewichtige... für "fettsüchtige" ein? warum sind diese nicht tragisch sondern abstoßend und hässlich? liegt das wirklich nur an der medienwelt? bei magersucht machen sich alle gleich sorgen (wenn man zu dick ist, kann man auch daran sterben!!! oder an den folgen...) und dickere menschen brauchen erst einen bestimmten BMI, ehe sie z.b. eine magenverkleinerungs-OP von ihrer krankenkasse bezahlt bekommen ....manchmal habe ich das gefühl, dass übergewichtige menschen sich allein um ihr problem kümmern müssen bzw. geld ausgeben müssen für "freundliche hilfe" wie bei WW oder verschiedenen diäten oder fitnessstudios..
ich würde mich freuen, wenn sich hier einige einfinden würden und über ihre gedanken, gefühle und erfahrungen sprechen würden, und was sie nervt und wie sie vielleicht die sendung gestern empfanden falls gesehen, und was ihr zu der ganzen einstellung der gesellschaft gegenüber den zwei seiten der essucht sagt: zu dick sein und zu dünn sein..
schon mal vielen dank für euer interesse..
und obendrein muss ich noch sagen, dass ich daher auch so foh bin, diese seite gefunden zu haben, um austausch und hilfe zu erfahren von leuten mit dem gleichen problem. danke.
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