Ich habe vor 3 Jahren nach beinahe 23 Jahren aufgehört zu rauchen. Und es fiel mir nicht besonders schwer! Am 1. Tag war ich nach jeder Stunde sehr stolz, keine geraucht zu haben und abends dachte ich "so, jetzt bist du schon 1 Tag Nichtraucher. Das Schlimmste hast du geschafft." Denn - es gibt seltsamerweise so eine Art Angst, mit dem Rauchen aufzuhören. Angst zu versagen, oder was auch immer.
Als mir klar wurde, dass - egal wie lange ich aufhöre zu rauchen - jede rauchfreie Minute für mich einfach gesund war, fiel eine ganze Menge Druck von mir ab.
Ca. 1 Woche wartete ich auf Entzugserscheinungen - hab' ein paar Mal nachts ein wenig geschwitzt, und ehrlich - da waren keine.
Immer bei extremer Lust auf Zigaretten habe ich meine Gedanken umgeleitet. Auf die Art: "Aha - Zigarettenlust! Ich möchte aber nicht mehr rauchen. Und alles vollqualmen. Und meine bis jetzt nicht mehr verrauchte Zeit verhunzen. Es wäre schöner, einen Apfel zu essen und dadurch ein so richtig sauberes, gutes Gefühl in den Mund zu bekommen."
Witzigerweise habe ich nach ein paar Monaten Nichtrauchen geträumt, ich hätte geraucht. Bin dann aufgewacht und war kurz etwas verwirrt. Aber dann die Erkenntnis: "Nö, ich rauche nicht mehr."
Also - egal ob du für immer durchhälst oder nicht - jede nicht gerauchte Zigarette ist ein Fortschritt, jede nicht verrauchte Minute bist du für diese Minute Nichtraucher. Und es ist schön Nichtraucher zu sein, keinem Zwang zu unterliegen dich selbst fertig zu machen, keine Zigaretten holen zu müssen, an Automaten vorbei laufen zu können, in Kneipen nicht vor die Tür zu müssen, vom Esstisch nicht zum Rauchen aufstehen zu müssen, keine Aschenbecher leeren zu müssen, tief atmen zu können ohne krank zu werden, es macht Spaß, sich zu bewegen, das komische Zeug's draußen nennt sich Frischluft......
Freu' dich auf jede rauchfreie Minute! Ich drück' dir die Daumen, dass es möglichst dein Leben lang andauert!
Sorry, ist ein langer Text geworden

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