Zitat:
Zitat von ragamuffin
Gerade deswegen hat der Chef ein Recht darauf zu erfahren, dass seine Auszubildende in der Vergangenheit unzuverlässig und wankelmütig war. Aus dem Grund hat die Threaderstellerin ja bisher anscheinend auch zig Ablehnungen bekommen.
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"Unzuverlässig und wankelmütig" finde ich jetzt etwas hart ausgedrückt, wenn die TE einen guten Grund für den Abbruch hatte. Dazu kennen wir aber wohl zu wenig die Hintergründe, um das beurteilen zu können. Etwas auszuprobieren, festzustellen, daß es einem nicht liegt, und dann den gewählten Weg zu korrigieren, halte ich erst einmal nicht für einen Fehler. Nur, daß das hier wohl nicht der Grund war...
Das Problem ist einfach, daß an dieser Stelle eine vollständige Angabe im LL Fragen nach sich zieht (warum abgebrochen), und eine ehrliche Begründung (Depression) schnell zur Ablehnung führen kann. Würdest Du lügen und sagen, daß Du festgestellt hast, daß Dir die schulische Ausbildung nicht liegt, wärst Du wahrscheinlich aus dem Schneider.
Ein bißchen heikel ist, daß im Ausbildungsvertrag die letzte besuchte Schule angegeben werden muß, und da wirst Du jetzt wirklich lügen müssen (bzw. die falschen Angaben unterschreiben), wenn Du nicht vorher noch mit der Wahrheit herausrückst.
Ich fände ich es als Ausbilderin nicht gut, wenn mir ein Ausbildungsabbruch verschwiegen würde (was aber aufgrund Deines Nebenjobs wohl nicht herauskommen dürfte). Wenn Dein zukünftiger Chef Dich aber wirklich will, wird er wohl deshalb jetzt nicht mehr seine Zusage zurückziehen, wenn Du ihm jetzt noch die Wahrheit sagst. Die Blöße wird er sich nicht geben. Und dann mußt Du Deine Chance nutzen und ihm zeigen, daß seine Entscheidung für Dich die richtige war.
Mir hatte mal eine zukünftige Azubine erst relativ spät erzählt, daß sie durchs Abi geflogen war. Das änderte aber schließlich nichts an dem persönlichen Eindruck, den sie hinterlassen hatte, und sie hat nach drei Jahren ihre Ausbildung mit einem ziemlich guten Abschluß beendet und ist auch übernommen worden.