Zitat:
Bei mir wurde ein Großteil auch durch den ganzen abartigen Stress in der Schule verursacht, schon von der 5. Klasse an jetzt bis zur 10., in der ich gerade bin. Ich habe dazu auch mal einen Thread geschrieben, weil ich einfach so verzweifelt war. Dieser hier (http://diaet.abnehmen-forum.com/priv...4-burnout.html). Ich denke, du verstehst das, was ich dort beschrieben habe, oder ?
Hilft dir das Johanneskraut ? Was für Nebenwirkungen gibt es ?
|
Es hat mir geholfen. Nebenwirkungen hat es so gut wie keine - so weit ich weiß. Lediglich die Wirksamkeit der Pille soll herabgesetzt bzw beeinflusst werden - so geht das Gerücht, bewiesen ist nichts.
Aber google lieber mal, da erfährst Du sicher mehr und Genaueres.
Ich habs letzen Endes für ein richtiges Antidepressiva abgesetzt, weil es eben nur für leichte Stimmungstiefs geeignet ist und mir nicht ausreichend geholfen hat. Aber es hat geholfen - ich konnte zum ersten Mal wieder lachen, wieder auf Menschen zugehen.
Ja Du, ich verstehe das, was Du da beschreibst.
Nur dass das bei mir "bloß" zwei Jahre so ging und meine Eltern Bescheid wussten.
Du schreibst, dass Deine Eltern es gar nicht kümmert, wenn Du weinst oder still bist. Aber schließlich bist Du das schon seit 5 Jahren, oder?
Ist ihnen überhaupt bewusst, das etwas nicht mit Dir stimmt, dass es Dir so schlecht geht? Ich habe beim Lesen Deiner beiden Themen den Eindruck, als würden sie versuchen, mit Dir zu reden ("Du hättest doch mehr lernen können/sollen"), Du aber gar nicht richtig darauf eingehst bzw dazu schweigst....weil Du Dich unverstanden fühlst, und denkst, sie müssten allein drauf kommen.
Aber Eltern sind nunmal keine Hellseher. Auch die brauchen es, dass man mit ihnen redet und ihnen sagt, was los ist. Gedankenlesen kann leider niemand, wie ich auch schon lernen musste.
Willst Du nicht auf Deine Eltern zugehen, Dich mit ihnen hinsetzen und ihnen sagen, wie und warum Du Dich so fühlst?
Dass Du Dich seit 5 Jahren quälst, alles nur noch Verpflichtungen sind, Du täglich Angst hast und nicht ordentlich schlafen kannst usw usf?
Ihnen muss einfach bewusst werden, wie schlecht es Dir wirklich geht! Und das kann es nicht, wenn sie Dich den ganzen Tag nicht sehen (weil Du in Deinem Zimmer bist) und nur so wenig von Dir wissen (dass Du sitzen bleibst aber nicht warum).
Dann können sie Dir besser helfen, mehr auf Dich eingehen. Und wenn sie am Anfang mit Unverständnis reagieren - lass Dich nicht davon entmutigen! Sag und zeig ihnen immer und immer wieder, wie schlimm das Leben für Dich ist. Sie werden Dir helfen wollen, wenn sie erst begreifen.
Jemand, der nicht depressiv war/sich damit nicht auskennt, tut sich anfangs etwas schwer damit....aber schließlich sind sie Deine Eltern.
Ich halte übrigens auch nichts davon, dass Du die Schule schmeisst und auf eine Realschule gehst. Mir gehts genauso wie Dir: wozu tut man sich den ganzen Scheiß an? um dann doch aufzugeben?
Genau aus dem Grund bewerbe ich mich für mein Studienfach ausschließlich bei Universitäten, nicht bei FH's - obwohls davon mehr in meiner Nähe gäbe. Aber DAFÜR hab ich mich nun wirklich nicht durch dieses schreckliche Abi gequält.
Was mich auch wundert: wieso hast Du Angst, dass Deine Hausärztin/ein Psychologe Deine persönlichen Probleme herumposaunt?
Selbst in einem kleinen Ort darf das nicht sein - Deine Ärztin hat, wie jeder andere Arzt auch, ihre Schweigepflicht! Selbst Deine Eltern dürfen eigentlich nicht benachrichtigt werden, obwohl Du minderjährig bist. Sonst könnten sich Mädchen unter 18 ja nie die Pille verschreiben lassen, wenn ihre Eltern das nicht wollen!
Und dass Du Deinen Lehrern nur so wenig vertrauen schenkst, ist auch schade. Ich habe das lange Zeit auch getan, erst kurz vor dem Abi habe ich mit einem Lehrer darüber geredet, dass ich depressiv bin. Und plötzlich haben sie mir alle geholfen, alle wollten, dass ich mein Abi schaffe.
Es war zwar schrecklich für mich, meine Hilflosigkeit zugeben zu müssen - aber es hat mir nur Vorteile gebracht.
Glaubst Du nicht, dass das bei Dir auch so klappen könnte?
Ich will Deine Befürchtungen nicht runterspielen, ich kann sie gut verstehen - obwohl ich in einer größeren Stadt lebe. Aber ich habe mich und meine "Meinung" oft selbst in Frage gestellt - und das hat mir gut getan, denn so konnte ich wieder objektiver sehen.
Alles, worum ich Dich bitte, ist, dass Du Dich fragst: wie berechtigt sind meine Ängste? Was kann im schlimmsten Fall passieren? wie kann ich das Risiko auf ein kleinstmögliches Maß reduzieren?
Denn wenn Du weiterhin nur sagst: das geht nicht, weil... dies geht auch nicht, weil...
wirst Du nie etwas tun. Und fest steht: Du musst etwas tun. Da wirst Du mir sicher Recht geben.
Ich schick Dir einen lieben Drücker!