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Das fand ich bei 3sat zum Thema Fasten
Sich krank fasten
Kein Fett, sondern Immunsystem wird abgebaut
Puls, Atemfrequenz und Stoffwechsel verlangsamen sich, Muskulatur wird abgebaut, man wird anfälliger für Krankheiten - das ist nicht das Ergebnis einer Krankheit, sondern das tun sich Menschen freiwillig an, um Winterspeck abzubauen, und nennen das dann "Heilfasten".
Die Null-Diät führt dazu, dass der Körper auf Sparmodus schaltet, um Energie zu sparen. Um Proteine zu erhalten und Organfunktionen sowie Immunsystem aufrecht zu halten, wird der Stoffwechsel verlangsamt. In diesem katabolen Zustand ist man auch anfälliger für Krankheiten. Der Raubbau an Muskelmasse während der ersten Fastenperiode ist schwer wieder wett zu machen.
Erst in der dritten Hungerwoche greift der Körper auf die Fettreserven zurück. Erst dann beginnen die Schwimmreifen um Bauch und Hüfte zu schmelzen. Die von Fasten-Predigern vehement behauptete Entgiftung und Entschlackung des Körpers findet nicht statt.
Der Körper muss nicht entschlackt werden, da sich durch permanente Ausscheidungen durch Haut, Niere und Darm keine Schlacken bilden können; Schadstoffe, die man während des Jahres zu sich genommen hat, lassen sich nicht auf einmal per "Entschlacken" ausscheiden. Wenn Fasten die bewusste Einschränkung der Nahrungsaufnahme auf das Notwendige bedeutet, bekommt der Verzicht auch für die Schulmedizin seinen Sinn.
Auch wer das in vielen Kuren geforderte "bewusste" Kauen und den Genuss am Wenigen mit in den Alltag nimmt, tut seinem Körper Gutes. Wer aber an sich schon Probleme mit der Verdauung, mit Leber und Nieren hat, sollte sich keinesfalls kräfteraubenden Hungereskapaden aussetzen.
Der Glaube an die Bekämpfung schwerer Krankheiten erweist sich als fataler Irrtum, denn beim radikalen Hungern eben genau die Infektabwehr gestört, die Tumore im Zaum halten könnte.
und das
"Zum Abnehmen ist Fasten sicherlich nicht geeignet", so der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther, "man wird sich alles wieder drauf futtern". Zu Beginn des Fastens ist der Energiebedarf noch durch Reserven im Blut, in den Muskeln und der Leber gedeckt. Danach sind diese Vorräte verbraucht. Der Körper macht in der Leber eine Art Raffinerie auf. Fettzellen werden in Ersatzenergie umgewandelt, die Ketonkörper. Sie wandern in die Zellen, die Energie benötigen.
Die Produktion der Ketonkörper läuft erst am 14. Tag auf ihrem Maximum. Erst dann werden die Fettvorräte richtig genutzt und täglich bis zu 400 Gramm Fett verbraucht. Doch 14 Tage halten die meisten Faster gar nicht durch.
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LG Sanne
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