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Alt 17.02.2008, 17:58
Benutzerbild von 321qwert
321qwert 321qwert ist offline
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Jedes Gedicht und seine Interpretation ist meiner Meinung nach auch vom Leser abhängig. Daher gibt es kein "richtiges" oder "falsches" Verstehen. Jeder gibt dem Gedicht den Sinn, den er darin zu erkennen glaubt. Das ist einer der Gründe,weshalb Lyrik so toll ist (für viele aber auch schwer nachvollziehbar).

Wer es genau wissen will: Ja, die Rose hab ich damals stellvertretend für eine tolle Frau gewählt, die mich vor Jahren wegen eines anderen Mannes verlassen hat (die Wahl des Spatzes ist auch kein Zufall; hat etwas mit dem Namen dieses Mannes zu tun) . Richtig verwunden hab ich das nie, aber das Gedicht war und ist ein kurzweiliger Trost. Aber wie gesagt, ein Gedicht ist selbstständig und gehört ab dem Zeitpunkt der Niederschrift nicht mehr wirklich dem Autor sondern dem Leser, und der versteht es, wie er will.

Zum Erhart-Gedicht: Find ich größtenteils noch viel besser. Allerdings find ich die zweite Strophe nicht so toll, weil der "flach"-Reim wirklich ziemlich flach ist. Ist mir zu vorhersagbar. Aber der Rest des Gedichts ist einsame Spitze! Vor allem die Pointe zum Schluss ist Zucker und Balsam auf die Seele jedes sitzengelassenen Menschen

Gruß

Flo