Schöne Gruppe hier, sehr wichtiges Thema auch für mich!
Wann es bei mir mit FAs angefangen hat, weiß ich nicht mehr so genau, aber es muss wohl zu Beginn meines Studiums gewesen sein. Zum ersten Mal konnte ich mich unabhängig vom Gekoche meiner Mum ernähren. War damals der totale Gesund-Esser-Freak und nahm tatsächlich erst mal etwas ab. Komischerweise begannen meine FAs dann nicht etwa in meiner Unistadt, sondern wenn ich mal wieder am Wochenende daheim war. Da standen dann all die leckeren Sachen herum, die mir sonst zu ungesund waren, um sie zu kaufen, die ich aber als Kind immer gern gegessen hatte. Seit es mal mit diesen Wochenend-FAs angefangen hat, habe ich das eigentlich jedes Mal, wenn ich daheim bei den Eltern bin. Hab mir schon x-mal vorgenommen, dass es nächstes Mal besser wird und ich mich dort vernünftig ernähre, aber bisher hab ich das höchstens mal die ersten Tage geschafft. Die ersten Male lags vielleicht noch am Hunger o.ä., aber inzwischen ist das einfach eine Angewohnheit, auf die sich mein Körper wohl auch eingestellt hat. Geht sogar so weit, dass ich nicht gerne zu oft heimfahre, eben deswegen. Weiß nicht, wieviel meine Eltern davon mitkriegen, aber wenn, dann denken sie sich wohl nicht allzu viel dabei.
Zugegebenermaßen habe ich die FAs inzwischen teilweise auch in meiner Uni-Wohnung und habe auch total Angst, dass sich da irgendwann eine Gewohnheit einpendeln könnte. Bis jetzt war es noch immer relativ selten und auch die Lebensmittel-Auswahl in meiner Wohnung hat meist gewisse Grenzen. Süßes sollte ich aber keinesfalls zuviel rumliegen haben...
Erbrochen habe ich dabei aber noch nie. Hab es ein paar Mal versucht und festgestellt, dass mein Körper ganz schlicht und ergreifend nicht auf den Würgereiz reagiert - egal wie nah ich am Platzen war. Irgendwie bin ich da allerdings ganz froh drüber und versuche es deshalb auch gar nicht mehr. Bulimie möchte ich wirklich nicht haben.
Tja, vielleicht bekomme ich hier ja ein paar Tipps, wie ich diese dumme Gewohnheit abbauen kann (daheim) bzw. eine solche am Entstehen hindere (hier).
Hab bisher nur die Erfahrung gemacht, dass zuwenig Schlaf und ungesundes Frühstück schon für einen FA prädestinieren. Auch aufwühlende emotionale Ereignisse und Stress während des Tages. Wenn der Stress dann nämlich vorbei ist, kriegt man immer enormen Hunger. Oder wenn man eigentlich etwas erledigen müsste, deswegen gestresst ist und sich doch aus Schlappheit davor drückt - und das dann mit Essen kompensiert (Lernphase vor Klausuren...).
Sport wirkt eigentlich ganz gut schützend, aber man muss schon damit anfangen, bevor man beginnende Heißhungergefühle bekommt. Und jeden Tag kann man auch nicht abends Sport treiben, außerdem wirkt es auch nicht immer.
Andererseits scheint regelmäßiges, ausreichendes Essen nicht unbedingt vor FAs zu schützen, wie man an den Wochenenden daheim sieht. Dafür habe ich einfach echt noch gar kein Gegenmittel gefunden
