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Alt 10.01.2008, 22:27
mrs roberts
Gast
 
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den thread hier entdecke ich ja zum ersten mal, obwohl ich schon seit letztem sommer hier im forum lese und schreibe.
bei mir ist es leider auch so, mein essverhalten ist nicht mehr ganz normal. zur zeit (sprich: seit anfang 200 ist es wieder viel, viel besser. genauer gesagt, bis heute (vor etwa einer stunde) war es perfekt. ich habe gesund, ausgewogen, nicht zu viel und nicht zu wenig, und fast keine süßigkeiten gegessen.
vor ein paar wochen hatte ich plötzlich abends regelmäßig essanfälle, bei denen ich meist so schweinereien wie cornflakes aller art mit milch und schokoladenstücken in der mikrowelle warmgemacht habe und als brei gegessen habe. oft kamen dazu noch brotscheiben mit margarine und marmelade... zweimal habe ich mich sogar erbrochen, was ich sonst nie tue. aber in dem moment erschien mir ALLES besser, als in kauf zu nehmen, durch all das in mich hineingestopfte zuzunehmen. das schlimme ist, dass ich es kaum bereut habe, sondern froh war, das essen los zu sein.
über die feiertage habe ich mir dann alles erlaubt, weil ich merkte, es hat keinen sinn, ich hab es nicht unter kontrolle. überall flogen einem ja die lebkuchen und sonstiges zeug nur so in den mund oder zumindest um die ohren und irgendwann hatte ich diesen verdammten, verflixten, vermaledeiten moment: "jetzt ist es ja eh alles egal" und habe mir vorgenommen, über weihnachten drauflos zu essen und mich nach silvester wieder von neuem ranzuhalten. ab dem 2.1. hat das auch wunderbar geklappt. ich habe mich von reis, vollkornprodukten, gemüse, obst, nüssen und quark bzw. joghurt ernährt und es ist mir richtig leichtgefallen. ich bin auch zuversichtlich, dass mein essanfall von heute abend ein ausrutscher bleibt und ich ab morgen wieder gut essen werde. aber was mich dennoch erschreckt ist, dass er da war. das ist ein zeichen, dass sowas immer wieder passieren kann. und das mag, wenn es nicht allzu oft passiert, kein weltuntergang sein und auch keine 10 kilo mehr bedeuten, aber es bedeutet, dass etwas nicht stimmt. ich kompensiere etwas und das macht mich traurig. mir fehlt etwas, aber was? naja, nicht dass ich nicht wüsste, dass ich probleme habe, ich bin seit 2004 in einer therapie, das hat natürlich gründe! aber seit oktober bin ich im ausland (noch bis ende januar) und immer wieder fühle ich mich so sau wertlos, so hässlich, dick, doof und klein. dabei war ich vorhin noch auf einer total netten feier, der arbeitstag war schön und ich fühlte mich den ganzen tag gut, akzeptiert, selbstbewusster als an manch anderem tag. und dann abends das. auf der kleinen feier gab es kuchen und salzstangen und so zeug. ich habe mir - in maßen - was gegönnt und wollte dafür das abendessen weglassen, bzw. nur einen salat oder so essen.
aber wie ich dann zu hause war, überkam es mich. ich wollte nur ein (das letzte) weetabix mit milch essen, daraus wurde dann eine (verhältnismäßig kleine) orgie mit 3 marmeladenbroten, 2 erdnussbutterbroten, mehreren pralinen (die mir nicht mal gehören)...
mein einziger trost: das war seit 8 tagen der erste essanfall und er war nicht extrem und ich hab das gefühl, er hat mich mehr motiviert, als runtergezogen. ab morgen will ich wieder gesund und ausgewogen essen.
sorry für den ewig langen und unstrukturierten bericht... schreibe mir sozusagen grade einen teil von der seele und danke euch vielmals fürs lesen und dafür, dass es euch und diesen thread gibt. es hat mich echt total traurig gemacht, zu lesen, wie vielen von euch es genau so geht. ich wünsche euch/uns allen von herzen, dass wir das hinbekommen!
mrs roberts
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