Hallo !!! Ihr Lieben...
Mir geht es nicht darum, hier mitzuteilen, dass ich das ja schon immer gesagt habe, doch andererseits predige ich auch schon, so lange ich in diesem Forum aktiv bin, dass es keine Medikamente gibt, die dazu in der Lage sind, den menschlichen Stoffwechsel nachhaltig zu verändern und die körpereigenen Fettdepots abzubauen. Umso erfreulicher finde ich es, dass diese Negativerfahrungen hin und wieder hier zum Besten gegeben werden. Vielleicht trägt das dann wenigstens mit dazu bei, dass der Eine oder Andere sich diese Erfahrungen und letztendlich auch seine finanziellen Mittel spart, um statt dessen seine Bemühungen und sein Geld in eine konsequente Umstellung seiner Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu investieren.
Zitat:
ich habe auch Medikametne ausprobiert die helfen
und weniger teuer sind aber gesund sind auch die nicht
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@Elin: ...dem erste Teil Deiner Aussage möchte ich ausdrücklich wiedersprechen - dem zweiten Teil dafür ebenso ausdrücklich zustimmen:
Für den Fall, dass es sich überhaupt um "Medikamente" im Sinne des Arzneimittelrechtes handelt, müssen diese auch ärztlich verordnet sein - d.h.: Es gibt einige, wenige Präparate, die man Patienten mit ausgeprägter Adipositas-Symptomatik ärztlich verordnen kann, um ihnen den Einstieg in eine gute Ernährungsweise zu erleichtern. Hierzu gehört u.a. auch Xenical. Orlistat (Wirkstoff) als Lipasehemmer kann Menschen mit z.B. einem ernährungsbedingten Metabolismus helfen, ihre Ernährungsgewohnheiten nachhaltig zu verändern und auf diese Weise die Krankheitssymptomatik positiv zu beeinflussen. Das Medikament wirkt auf diese Weise indirekt, denn die Gewichtsreduktion erfolgt nicht durch das Präparat, sondern durch den positiven Umlerneffekt, den die Einnahme schließlich mit sich bringt.
Preiswert sind solche Präparate jedoch allesamt nicht und vor Billigangeboten aus dem Internet möchte ich hier ganz ausdrücklich warnen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn auch noch vollmundig mitgeteilt wird, dass keine ärztliche Verordnung vorgelegt werden muss.
Man kann es nur immer wieder betonen und ständig aufs Neue wiederholen: Wir haben hier in Deutschland ein relativ betrachtet rigides Arzneimittelrecht und die rechtlichen Vorgaben bei der Zulassung eines Medikamentes sind sicherlich weitaus höher, als in manchen anderen Ländern dieser Erde. Dies geschieht aber nicht, weil irgendwelche bösen Politiker, Staatsanwälte, Richter und Ärzte den armen und von ihren Krankheiten gebeutelten Menschen und Patienten jene Wundersegnungen der Pharmabosse vorenthalten wollen. Es geschieht, weil der Normalverbraucher, wenn er eben nicht gerade Mediziner ist, u.U. nicht unbedingt in der Lage ist einzuschätzen, ob ein Präparat in seinem Fall positive, oder auch höchst negative Wirkungen hervorrufen kann. In den Chefetagen der Pharmakonzerne sitzen keine von Geburt an guten Menschen, die nur von dem einen Streben beseelt sind, die gebeutelte Menschheit zu retten - was diese Leute treibt, sind Gewinn- und Verlustbilanzen und es ist ihnen vollkommen gleichgültig, ob ihr Kram die Menschen gesund, oder krank macht. Gerade wo so viele Menschen mit den Folgen ihres Übergewichts zu kämpfen haben, bietet sich hier natürlich ein sehr lukrativer Markt !
Um das zu unterstreichen sei nur nebenbei erwähnt, dass zahlreiche schlimme Kinderkrankheiten nicht pharmakologisch beforscht werden, weil hierfür der Markt zu klein ist - im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist eine himmelschreiende Schande ! Das nur nebenbei, doch nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass der Gesetzgeber jenen Börsengrabschern hin und wieder per Gesetz auf die langen Finger klopft. Wenn es nach Eurem Thommy ginge, so wäre das noch wesentlich rigider - z.B. hinsichtlich der sogenannten Abführmittel, die ebenso von zahlreichen Patienten unreflektiert eingeworfen werden, nur weil sie mal 3 Tage nicht auf der Toilette waren.

Oder schlimmer, weil irgendwer ihnen erklärt hat, man könne auf diese Weise sein Gewicht reduzieren...
Allein mit der Begrifflichkeit "Rein Pflanzlich" wird ein unglaublicher Schindluder getrieben, denn den Menschen wird hier suggeriert, es handele sich um reinste Natur und wäre von daher vollkommen unbedenklich. Das ist kompletter Blödsinn: Jedes Präparat, sei es nun chemischem, oder sei es pflanzlichen Urspungs, was in welcher Form auch immer im Organismus auch nur die geringste Wirkung zeigt, kann u.U. auch Nebenwirkungen haben und umgekehrt gilt - ein Mittelchen, was garantiert keine Nebenwirkungen besitzt, hat zumeist auch keine Hauptwirkung; mit andere Worten: Es handelt sich um ein meist extrem überteuertes und dennoch sogenanntes "Placebo".
Es gibt Medikamente, die lebenslang eingenommen werden müssen, weil bereits eine bleibende organische Schädigung eingetreten ist und um dem betroffenen Menschen ein lebenswertes Dasein zu ermöglichen. Es gibt Medikamente, die über einen bestimmten und genau definierten Zeitraum zugeführt werden müssen, um eine krankheitsbedingte Symptomatik abzumildern und so den Gesundungsprozess zu unterstützen. Beide Bereiche gehören ärztlich überwacht. So beruht die Wirkung aller Appetitzügler und Lipasehemmer vor allem darauf, dass sie tief in den menschlichen Stoffwechsel eingreifen. Sobald das Präparat abgesetzt wird, geht der Stoffwechsel wieder auf sein vorheriges Niveau zurück und das ist auch vollkommen physiologisch ! Geschieht das nicht, so ist eine massive Schädigung eingetreten, mit u.U. sich dann entwickelnden organischen Folgen.
Vor diesem Hintergrund hier nun wieder zum Abschluss mein altbekanntes Gredo: Eine Diät, die Früher oder Später endet, kann nur zum Scheitern verurteilt sein. Vergesst daher das Wort "Diät" und ersetzt es durch das Wort "Ernährungsumstellung". Ziel aller Bemühungen zur Gewichtsreduktion kann nur in einer konsequenten Umstellung aller Lebens- und aller Ernährungsgewohnheiten liegen. Medikamente können in der Hand des Arztes vorübergehend bei dieser Umstellung helfen - eine dauerhafte Lösung der grundsätzlichen Problematik einer falschen Ernährungsweise bieten sie nicht !
In diesem Sinne - bleibt gesund...
lg Thommy...