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Alt 25.09.2007, 03:42
Gast30
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Hallo Minni...

Kann es zufälligerweise sein, dass diese Kapseln von Herbalife kommen !?

Zumindest scheint mir das Prinzip hierbei das Gleiche zu sein und schädlich sind diese Kapseln nicht. Nur führen sie auch nicht zu einer nachhaltigen Gewichtsreduktion, wenn man nicht zudem seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ändert. In letzterem Fall kann man sich dann allerdings auch das Geld für jene zumeist überteuerten Kapseln sparen, doch das erfährt man von den Produktwerbern selbstverständlich nicht.

Zunächst einmal musst Du Deinen Grundumsatz berechnen; hierbei handelt es sich um die Menge von Energie, die Dein Organismus in 24 Stunden für die Aufrechterhaltung seiner organischen Grundfunktionen benötigt.

(Körpergewicht in kg x 24 (Stunden) x 0,98 Kcal.)

Bei Frauen zieht man ungefähr 10% des so errechnetes Wertes ab, was sich aus der geringeren Muskelmasse gegenüber dem männlichen Körper erklärt. In Deinem Fall kommt man so auf ungefähr 1.690 Kcal. !
Hier hinzu kommt Dein täglicher Leistungsumsatz, der sich ergo aus Deiner täglichen Aktivität ergibt. Wenn ich bei Dir nun von einer Schülerin mit mäßig körperlicher Aktivität ausgehe, komme ich auch einen Gesamtumsatz (Grund + Leistungsumsatz) von ca. 2.060 Kcal. Durch ein Plus an sportlicher, bzw. körperlicher Aktivität kannst Du diesen Wert natürlich entsprechend steigern !
Wenn Du nun jedoch Dein Gewicht reduzieren möchtest, so gilt es zunächst mindestens den organischen Grundumsatz kalorienmäßig abzudecken.

Hierzu solltest Du eine möglichst ausgewogene Ernährungsweise anstreben; bestehend aus Fett, Kohlenhydraten und Eiweißen - mit möglichst zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Am vorteilhaftesten hierfür ist eine Mischkost aus z.T. tierischen - vorwiegend aber pflanzlichen Bestandteilen, wobei einer größtenteils vegetarischen Ernährungsweise prinzipiell betrachtet nichts im Wege steht. Allerdings darf in diesem Zusammenhang nicht übersehen werden, dass es gerade in einem heranwachsenden Organismus bestimmte Mineralstoffe gibt, die bei einer rein pflanzlichen Ernährung nur schwierig zuzuführen sind.
Bei den Fetten sind jedoch die pflanzlichen Fette gegenüber den tierischen Fetten eher von Vorteil - sie sind sogar notwendig, wobei jedoch darauf geachtet werden muss, dass es sich beim Fett um den dichtesten aller Energieträger handelt. Hier gilt es also sparsam umzugehen; etwa 30% der täglichen Energieaufnahme sollte maximal aus Fetten bestehen. Hier sind wie gesagt die hochwertigen Pflanzenfette generell vorzuziehen !
Beim Eiweiß rechnet man ca. 1,2g je kg Körpergewicht; dass wären in Deinem Fall etwa 23% der täglichen Energieaufnahme bezogen auf den Grundumsatz. Hierbei muss allerdings erwähnt werden, dass der Eiweißstoffwechsel bezogen auf die Gesamtkalorienmenge eine eher untergeordnete Position einnimmt, da ihm anderweitige Funktionen im Organismus zukommen. Nur bei einem Überangebot von Eiweiß bei gleichzeitig zu hoher anderweitiger Energiezufuhr kommt es zu einer Verstoffwechselung von Eiweiß in Fett.
Die restlichen 47% Deiner täglichen Energiezufuhr (in Deinem speziellen Fall ca. immerhin noch 794 Kcal.) können dann aus Kohlenhydraten abgedeckt werden. Hierbei ist es wichtig und vorteilhaft, sogenannte langkettige Kohlenhydrate in Obst, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Nudeln, sowie in Vollkornprodukten solchen vorzuziehen, die sehr kurzkettig und damit im Organismus sehr schnell verfügbar sind. Kurzkettige Kohlenhydrate sind z.B. alle Waren, die einen Großteil an Haushaltszucker enthalten - also vor allem Süßwaren. Besonders heftig schlagen Solche ins gewichtsmäßige Kontor, wenn sie zudem auch noch Fette enthalten; wie z.B. die allseits geliebte Schokolade (Kakaobutter). Hier kombiniert sich auf recht unvorteilhafte Weise Fett mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten (Zucker).

Also : Nutella & Co. In Zukunft gestrichen...

Letzteres ist aber bitte nur als Spaß zu verstehen, denn generell gilt der Satz, dass man sich Nichts versagen soll, was man immer mal gerne zu sich genommen hat. Hierdurch entsteht nur Frust und der ist sozusagen der erste Schritt zum Kontrollverlust. Nur ein zufriedener Mensch kann das erreichen, was er erreichen möchte und hierfür ist es auch notwendig, sich hin und wieder mal etwas zu gönnen !
Was man in diesem Zusammenhang tatsächlich streichen sollte, ist das Wort "Diät"; die meisten Diätmaßnahmen beziehen sich auf eine krankheitsbedingte Ernährungsweise und eine Diät, die irgendwann mal wieder endet, ist von ihrem Grundprinzip bereits zum Scheitern verurteilt. Was hingegen anzustreben ist, ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung; eine Ernährungsweise, die sich dauerhaft leben lässt, ohne ständig mit einem Missgefühl des Verzichtens umherlaufen zu müssen.

Das ist alles natürlich nur sehr verkürzt zusammengefasst und sicherlich hier und dort recht unklar. Für weitere Rückfragen und entsprechende Erläuterungen stehe ich ausgesprochen gerne zur Verfügung !

Liebe Grüße

Thommy...
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